Artikel im Monat September 2026

FED Chaos

 

und das Huthi Problem

Warum die Inflation, also der Geldzufluss im Westen steigen sollte, wenn höhere Beträge pro Ölfass aus dem Westen heraus an Erdölexporteure bezahlt werden müssen, kann noch immer niemand logisch erklären.

  • Höhere Abflüsse sind deflationär.
  • Höhere Ölpreise gehen via Mangelteuerung aber in viele Preise ein.
  • Was kann eine Zentralbank dagegen tun?
  • Nichts, den ungestörten Ölfluß wiederherstellen würde helfen, nur kann eine Zentralbank sowas nicht.

Monetaristen zeigen aber gerne Aktionismus, daher hob die EZB ihren Leitzins an.
Der Ölpreis gab zuletzt nach, nachdem er kurzfristig überkauft war.

 

Podcast: Die Bank of Japan wirkt

 

Kippt der Yen Carry-Trade?

Am 4. Mai haben wir geschrieben: USDJPY 140 ist aktuell die wichtigste Zahl der Welt.

Nicht weil 140 irgendeine magische Chartmarke wäre. Sondern weil an dieser Achse entschieden wird, ob aus einer Bewegung im Yen ein globales Liquiditätsereignis wird. Damals war unsere These klar: Die Gefahrenzone beginnt nicht erst bei 140. Sie beginnt dort, wo der Markt begreift, dass 140 erreichbar wird.

Im Podcast gibt es eine persönliche Anmerkung zum verbreiten offensichtlicher Fake-News vieler sogenannter Experten, Börsen-Gurus u.ä. Gedöns (wie es Alt-Kanzler Gerhard Schröder mal so schön nannte).

Am 4. September folgte der nächste Schritt.
„Die Spekulanten werden sich die Finger verbrennen.“

Die Bank of Japan hatte ihre Strategie verändert. Nicht mehr nur Milliarden in den Markt werfen, den Yen nach oben schlagen und anschließend dabei zusehen, wie die Spekulanten nach einigen Tagen wieder in denselben Trade zurückkehren.

Diesmal ging es um etwas anderes.
Der Markt soll unsicher sein. Das ist der entscheidende Unterschied.

Rate Checks. Unterschiedliche Accounts. Schläge an technischen Marken. Eine bewusst falsch gesetzte Fährte am 61,8%-Retracement. Und vor allem die permanente Frage für jeden Yen-Short: War das gerade echte Intervention? War es nur ein Rate Check? Hat jemand seine Position reduziert? Läuft bereits neues Volumen? Kommt der nächste Schlag?

Die eigentliche Idee dahinter hatten wir ebenfalls klar formuliert:
Denn sobald der Markt beginnt, Yen zu kaufen, weil er Angst davor hat, dass die BOJ Yen kaufen wird, arbeitet er für die BOJ.
Seit dem 9. September bekommt dieser Satz eine neue Qualität.

Inhalt:

  • Genau das wollte die BOJ erreichen
  • Aus dem Yen-Short wird ein Yen-Long
  • Die Grundlage verändert sich
  • 103 Milliarden Dollar sitzen auf der falschen Seite
  • Die wichtigste Veränderung findet vor dem eigentlichen Unwind statt
  • Wenn freiwilliges Verkaufen aufhört
  • Der Markt hat die Unsicherheit verstanden
  • Die Zinsdifferenz arbeitet nicht mehr nur für die Spekulanten
  • Japanisches Geld muss nicht mehr zwingend ins Ausland
  • Die 4-Billionen-Dollar-Frage bleibt
  • Dann kommen die US-Treasuries
  • Der Unterschied zu früher
  • Von 153 über 142 bis 140
  • Die Bank of Japan wirkt
  • Kippt der Yen Carry-Trade?
  • Und am Ende sitzen plötzlich zwei im selben Boot

 

FED spricht gegen FED

 

Marktsoziologie zeigt die ersten Risse

Broadcom meldete für das dritte Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 3,32 US-Dollar gegenüber den erwarteten 3,24 US-Dollar.

  • Der Umsatz von Broadcom lag im dritten Quartal bei 29,6 Milliarden US-Dollar gegenüber den erwarteten 29,43 Milliarden US-Dollar.
  • Broadcom erhöht seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 56 Milliarden US-Dollar auf 58 Milliarden US-Dollar.
  • Broadcom erwartet eine steigende Nachfrage nach Halbleitern.
  • Broadcom prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz mit KI-Chips von 100 Milliarden US-Dollar und für das Geschäftsjahr 2028 von 230 Milliarden US-Dollar.


Die Marktstimmung im Halbleitersektor hat sich deutlich verändert. Wären diese Prognosen vor einiger Zeit veröffentlicht worden, hätte die Broadcom -Aktie deutlich zugelegt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels notiert Broadcom jedoch im Minus. Man sollte die Stimmungsänderungen aufmerksam verfolgen.

 

Podcast: JPY Intervention

 

Oder: Unsicherheit als Mittel der Wahl

Wie wir Ihnen vor einigen Wochen bereits gesagt haben: Die Spekulanten werden sich die Finger verbrennen. Genau das ist passiert.

Auch das, was danach kam, war keine Überraschung. Wir hatten beim USD/JPY nach dem ersten Schlag den Rücklauf aus dem Bereich um 157 in Richtung 160 erwartet. Genau dort lief der Markt hin – sauber bis an das 61,8%-Fibonacci-Retracement.

 

Keine Zauberei. Keine Überraschung. Sondern ziemlich exakt das, was wir erwartet hatten.

Nach 23 Jahren im Yen-Handel muss ich nicht darüber rätseln, ob die Bank of Japan interveniert. Ich kenne die Handschrift. Interessanter ist, wie Japan diesmal vorgeht. Denn man hat aus den vergangenen Interventionen gelernt.

Die stärkste Waffe ist nicht mehr allein das Geld.
Es ist die Unsicherheit.
Nicht wir sind unsicher. Der Markt soll unsicher sein. Das ist der entscheidende Unterschied.

Denn sobald der Markt beginnt, Yen zu kaufen, weil er Angst davor hat,
dass die BOJ Yen kaufen wird, arbeitet er für die BOJ. VC

 

Inhalt:

  • Die bewusst falsch gesetzte Fährte
  • Warum 100 Milliarden weniger wert sein können als Unsicherheit
  • Was sind Rate Checks?
  • Der Markt erledigt einen Teil der Arbeit selbst
  • Unter dem Ganzen liegt der größte Carry Trade der Welt
  • Wenn freiwilliges Verkaufen aufhört
  • Japan will diesen Yen nicht mehr
  • Der Yen ist der Stressmesser
  • Nicht wir sind unsicher

 

Das Ministerium hat gesprochen

 

... die FED spricht dagegen

Die US- Verbraucherpreisindizes waren im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Bis zur Berichtswoche. Die neu veröffentlichten Daten zu persönlichen Einkommen und Ausgaben zeigen, warum die Preise jetzt frisch wieder gestiegen sind.

Hier die Details:

  • Das persönliche Einkommen lag bei 0,4 % (Konsensprognose: 0,2 %).
  • Die persönlichen Ausgaben lagen bei 0,2 % (Konsensprognose: 0,2 %).
  • Der PCE (Personal Cost Efficiency) ist der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Der PCE fiel höher aus als erwartet. Hier die Details:
  • Der PCE lag bei 0,2 % (Konsensprognose: 0,1 %).
  • Der Kern-PCE lag bei 0,2 % (Konsensprognose: 0,2 %).

 

Die Auftragseingänge für langlebige Güter fielen besser aus als erwartet. Hier die Details:

  • Die Auftragseingänge für langlebige Güter lagen bei 1,1 % (Konsensprognose: 0,5 %).
  • Die Auftragseingänge für langlebige Güter ohne Transport lagen bei 0,4 % (Konsensprognose: 0,5 %).

 

Und all das frisch um Jackson Hole.