Beiträge von Christian Vartian

Zwischenhoffnung

 

Deflation hat einen Grund.

Die US- Verbraucherpreisindizes sind im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Dennoch schrammte in der abgelaufenen Woche die US- Zentralbank nur knapp an einer Zinserhöhung für den US- Geldmarkt vorbei, dies mit 3 Stimmen für eine Zinserhöhung.

Versteht kein Mensch, denn die Deflation hat einen Grund.

Nun kommt die empirische Bestätigung des Grundes:
„Schockierender“ (uns schockiert der nicht, denn wir kennen unsere Theorie) US- Arbeitsmarktbericht

Der Arbeitsmarktbericht ist ein Schock, da die Wirtschaft Arbeitsplätze verloren hat. Hier die Details:

  • Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft lag bei -23.000 gegenüber den erwarteten +86.000.
  • Die Zahl der neu geschaffenen Stellen im privaten Sektor außerhalb der Landwirtschaft lag bei 30.000 gegenüber den erwarteten 69.000.
  • Der durchschnittliche Stundenlohn stieg um 0,1 % gegenüber den erwarteten 0,3 %.
  • Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 % gegenüber den erwarteten 4,2 %.
  • Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 34,3 Stunden gegenüber den erwarteten 34,3 Stunden.
  • Besonders interessant ist, dass die Stundenlöhne nur um 0,1 % gestiegen sind.

 

Die Löhne von Angestellten im Büro- und Verwaltungsbereich wurden durch KI nach unten gedrückt. Derzeit ist unklar, was das Wachstum der Stundenlöhne bremst.

Ein Aufbäumen der privaten Kreditgeldmultiplikators

 

Wenn es denn gutgeht!

Die US- Verbraucherpreisindizes sind im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Dennoch schrammte in der abgelaufenen Woche die US- Zentralbank nur knapp an einer Zinserhöhung für den US- Geldmarkt vorbei, dies mit 3 Stimmen für eine Zinserhöhung.
Der Grund sind geopolitische Spannungen, die aber wegen Ölpreiserhöhungen zu zusätzlichen Geldabflüssen führen.

Was sind nun die Ursachen für eine solche Reaktion?:

1) Die Monetaristische Wirtschaftstheorie unterscheidet schlicht nicht zwischen Mangelteuerung und Inflation. Alles ist Inflation, wenn es eine Preiserhöhung ist.

2) Etwas, was nicht in den Aufgaben der FED enthalten ist- zur Erinnerung- diese sind maximale Beschäftigung und Geldwertstabilität: Das Management der Zinszeitkurve.

 

 

Deflation plus Mangelteuerungsgefahr

 

AI-Shift

Die Ergebnisse von Intel übertrafen sowohl die Konsensschätzungen als auch die sogenannten „Whisper Numbers“ (inoffizielle Markterwartungen); letztere lagen unter dem Konsens. Hier sind die Einzelheiten:

  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,42 USD gegenüber einem Konsens von 0,22 USD.
  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 16,1 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 14,45 Mrd. USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,38 USD gegenüber einem Konsens von 0,28 USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz von 15,8 bis 16,8 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 15,16 Mrd. USD.

 

Alle Welt spricht – aus gutem Grund – über GPUs statt über CPUs.
Im Vergleich zu CPUs sind GPUs hervorragend für das Training von Spitzenmodellen (Frontier Models) und für Inferenzprozesse mit hohem Durchsatz geeignet.

 

Deflation überall

 

Neue Markttypologie wird erkennbar

TSM meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 4,31 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 3,81 US-Dollar.

Der Umsatz wurde mit 40,2 Mrd. US-Dollar angegeben, verglichen mit einer Konsensschätzung von 39,83 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 33,7 % gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal stellte TSM einen Umsatz von 44,6 bis 45,8 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während der Konsens bei 43,67 Mrd. US-Dollar lag.

TSM stockt seine Investitionen in den USA um 100 Mrd. US-Dollar auf; damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf 265 Mrd. US-Dollar und umfasst nun 12 Halbleiter- und Packaging-Standorte in den USA.

Wären diese TSM-Ergebnisse bereits im Mai gemeldet worden, wäre die TSM-Aktie deutlich gestiegen und hätte den gesamten Halbleitersektor nach oben gezogen. Der Charakter des Aktienmarktes hat sich jedoch gewandelt, da der Halbleitersektor nun maßgeblich von Südkorea aus gesteuert wird. Über Nacht gab der südkoreanische Aktienmarkt um 6,4 % nach.

Zur „Inflationsbekämpfung“:

 

Der Irrtum geht weiter

 

Die neue Ordnung wird sichtbar

Sell the Spike als emotionale Reaktion auf bärische FED?

Der Halbleitersektor zeigte eine Kurslücke nach oben, ausgelöst durch hervorragende Geschäftszahlen des Speicherherstellers Micron (MU). Danach haben die Halbleiterwerte jedoch sämtliche durch Micron erzielten Gewinne wieder eingebüßt.

Apple (AAPL) kündigt aufgrund gestiegener Speicherpreise deutliche Preiserhöhungen an. Es bleibt abzuwarten, ob die Verbraucher diese Preiserhöhungen ohne Weiteres akzeptieren oder ob sie zu einer rückläufigen Nachfrage führen. Auch Microsoft (MSFT) erhöht die Preise für die Xbox.

Sowohl Apple als auch Microsoft heben ihre Preise aufgrund der höheren Speicherkosten an. Was für Micron ein Gewinn ist, bedeutet für Apple und Microsoft eine Belastung.

 

Zinserhöhung nun auch im USD angedroht

 

Zur Erinnerung: Die Fed hat ein Doppelmandat

Das Zinserhöhungsgespenst geht um.

Die EZB hatte ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Zur FED unter dem neuen Gouverneur Warsh:
Neun Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) gaben eine Prognose für eine Zinserhöhung bis Ende 2026 ab.

Die sogenannten „Money-Gurus“ kauften extrem aggressiv Aktien, nachdem Warsh erklärte, er werde seine Prognose nicht im Dot Plot veröffentlichen. Die Interpretation dieser Gurus scheint zu sein, dass Warsh einer Zinserhöhung nicht zustimmt.

Warsh selbst hält den Dot Plot für fehlerhaft und misst ihm keinen Nutzen bei; er brachte diese Meinung zum Ausdruck, indem er keine Prognose abgab.
Die wichtigste Information aus der Erklärung der Fed und der Pressekonferenz sind die zwei fehlenden Wörter:
„Maximale Beschäftigung“.

 

Zinserhöhung wegen Geldmengenreduktion (Defla XL)

 

Mangelteuerung vs. Inflation

Das Zinserhöhungsgespenst geht um. Die EZB hat ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Mit einer Zinserhöhung der FED wird gerechnet.

Dem zu Grunde liegt der Monetarismus, eine ökonomische Theorie, nach der zwischen Mangelteuerung (USA neu 0,4% auf Monatsbasis, das sind hochgerechnet 4,8% auf Jahresbasis) und Inflation nicht unterschieden wird.

Wenn also Waren- und Leistungsmenge dividiert durch Geldmenge ein Quotient ist, dann ist es laut dieser Theorie egal, warum dieser sich verändert.

Durchblickenden Geldmengentheoretikern ist das natürlich nicht egal.

 

Klarheit macht sich breit, die unschöne Klarheit

 

Märkte mit Liquiditätsentzug

„Rechnen Sie mit Volatilität.“

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSM) produziert in Taiwan die fortschrittlichsten KI-Halbleiter.

Zwei große Speicherhersteller, Samsung Electronics (SSNLF) und SK Hynix (HXSCL), haben ihren Sitz in Südkorea. Der südkoreanische Aktienmarkt fiel über Nacht um 5,4 %, der taiwanesische um 1,33%.

Für SPCX (Space X) gab es einen schweren Rückschlag:

S&P hat beschlossen, die Aufnahme von SPCX in den S&P 500 nicht zu beschleunigen, nachdem NASDAQ dies bereits im NASDAQ 100 getan hatte. Man hatte spekuliert, dass der S&P 500 dem Beispiel folgen würde.

 

Verwirrende Signale

 

Rechnen Sie mit Volatilität

Die Nachfrage nach Halbleitern, einschließlich Speichermodulen wird zwar anhalten, sich aber 2028 verlangsamen.

Der Aktienmarkt wird auf diese Verlangsamung bereits im Vorfeld reagieren. Die Verlangsamung könnte eine attraktive Gelegenheit für Leerverkäufe bieten.

Einer der Gründe für den rasanten Kursanstieg der Micron-Aktie (MU) war die Aussage des Micron-CEOs, dass die Nachfrage bis 2026 anhalten werde. Ein weiterer Grund war das Kursziel von 1625 US-Dollar für MU durch einen Wall-Street-Analysten.

Die Marktkapitalisierung von Micron hat mittlerweile die Billionen-Dollar-Marke überschritten.

 

Neue Drohung mit eingeschränktem Glauben

 

... niemandem ist bekannt, wie höhere Zinsen Handelswege entsperrten.

Es ist geschehen, schon wieder, das monetaristische Gedankenmonster schlägt zu.

„Logik“ der Zentralbanken:

Das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) belegt breite Zustimmung zu einer Zinserhöhung. Präsident Trump ernannte Warsh zum Fed-Vorsitzenden, um die Zinsen zu senken, doch Warsh kann dies nicht allein erreichen. Er benötigt die Unterstützung des FOMC.

Aufgrund der aktuellen Daten liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Jahr 2026 bei 60 %. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt natürlich, wenn der Iran-Konflikt schnell beigelegt wird.

Die Entwicklungen am Anleihemarkt sind neben den bevorstehenden Zwischenwahlen ein wichtiger Grund für Präsident Trump, den Iran-Konflikt rasch zu lösen.

Präsident Trump stößt in Bezug auf Irans Uran auf zwei gegensätzliche rote Linien.

 

Wunschdaten invertiert und Zinserhöhungsangst

 

Die Renditen steigen

In der Berichtswoche stieg der Ölpreis aus zwei Gründen:

Die Erklärungen zum Abschluss von Präsident Trumps Besuch in China sind positiv und sollen beiden Ländern ein gutes Gefühl geben.

Beim BRICS-Gipfel in Indien bemühte sich Indien nachdrücklich, die Differenzen im Iran-Konflikt zu überbrücken, was die Wiederaufnahme iranischer Öllieferungen hätte begünstigen können. Dieser Versuch scheiterte. Iran war anwesend.

Der steigende Ölpreis schürt die Teuerungsspiralängste. Dies wiederum treibt die Renditen in die Höhe.

 

Dies wohlgemerkt ziemlich heftig, wie der Chart zeigt sanken die Kurse der US- Staatsanleihen (invers zu den Renditen laufend) abrupt und massiv.

Gold – das liquideste Asset der Welt

 

Der souveräne Margin Call

Es gibt eine Szene, die sich in Finanzkrisen immer wiederholt.

Sie findet nicht auf den Bildschirmen privater Anleger statt. Sie findet nicht in Talkshows statt. Sie findet auch nicht dort statt, wo später die einfachen Erklärungen geliefert werden. Sie findet in den Handelsräumen von Zentralbanken statt, in Krisenstäben von Finanzministerien, in nächtlichen Telefonaten zwischen Notenbankern, Regierungen, Großbanken und internationalen Institutionen.

Ein Land hat ein Problem.

Der Ölpreis ist plötzlich gestiegen. Die eigene Währung fällt. Die Importrechnungen explodieren. Es werden Dollar gebraucht. Sofort! Heute! Nicht in drei Wochen, nicht nach der nächsten Sitzung, nicht nach einer geordneten Refinanzierung.

Ein Energiepreisschock, ausgelöst durch Ereignisse tausende Kilometer entfernt, hat eine Liquiditätskrise ausgelöst. Und diese Krise lässt sich nicht mit langfristiger Planung lösen. Sie muss jetzt gelöst werden.

In diesem Moment steht der Finanzminister oder der Notenbankchef vor einer einzigen Frage:
Was kann ich verkaufen, das sofort, überall und ohne großen Abschlag in Dollar umgewandelt werden kann?
Was ist das liquideste Asset, das ich habe?

Die Antwort lautet: Gold.

Gold ist ein Reserveasset, das in der dunkelsten Stunde ohne Erlaubnis, ohne Intermediär und ohne politische Gegenpartei mobilisiert werden kann. CV

 

Technischer Short Squeeze trifft auf …

 

... Wunschdaten und Hoffnungserklärungen

Der Iran Krieg habe mit einem Sieg geendet, so der US- Präsident.

Die Gegenblockade durch die USA führt dazu, dass Iran an diejenigen Kunden, an welche es gerne verkaufen würde, nun auch nicht mehr verkaufen kann und damit ist der Export auf null, die Erlöse ebenso und die Lager füllen sich.

Halbleiteraktien sind ein Indikator für den gesamten Aktienmarkt, da sie der führende Sektor sind. Anstatt wie üblich bei einem Island Top zu verkaufen, nutzten Anleger den Kursrückgang bei Halbleiteraktien zum Kauf. Die nächste Herausforderung wird sein, ob Halbleiteraktien das jüngste Hoch überschreiten können.

Die Käufe von Halbleiteraktien nach Börsenschluss waren enorm.

Auslöser dieser Kaufwelle waren die Quartalszahlen von Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon, die für 2026 einen Anstieg der Investitionsausgaben auf 725 Milliarden US-Dollar auswiesen. Wie bereits erwähnt, lag die vorherige Schätzung bei 650 Milliarden US-Dollar.

Technischer Short Squeeze dauert an

 

Ist Intel die nächste Nvidia (NVDA)?

Es gibt Berichte, wonach Iran möglicherweise nur noch Öllagerreserven für zwei bis fünf Tage besitzt. Dies wird Iran zu Zugeständnissen und einem Abkommen mit den USA zwingen.

Die Gegenblockade durch die USA führt dazu, dass Iran an diejenigen Kunden, an welche es gerne verkaufen würde, nun auch nicht mehr verkaufen kann und damit ist der Export auf null, die Erlöse ebenso und die Lager füllen sich.

Der Machtkampf im Iran hat sich zugunsten einer Hardliner-Position entschieden. Paradoxerweise erhöht ein geeinter Iran die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens. Der iranische Außenminister wird Pakistan besuchen.

Ob es zu einem dauerhaften Waffenstillstand kommt, bleibt abzuwarten.