Artikel im Monat Mai 2026

Gold – das liquideste Asset der Welt

 

Der souveräne Margin Call

Es gibt eine Szene, die sich in Finanzkrisen immer wiederholt.

Sie findet nicht auf den Bildschirmen privater Anleger statt. Sie findet nicht in Talkshows statt. Sie findet auch nicht dort statt, wo später die einfachen Erklärungen geliefert werden. Sie findet in den Handelsräumen von Zentralbanken statt, in Krisenstäben von Finanzministerien, in nächtlichen Telefonaten zwischen Notenbankern, Regierungen, Großbanken und internationalen Institutionen.

Ein Land hat ein Problem.

Der Ölpreis ist plötzlich gestiegen. Die eigene Währung fällt. Die Importrechnungen explodieren. Es werden Dollar gebraucht. Sofort! Heute! Nicht in drei Wochen, nicht nach der nächsten Sitzung, nicht nach einer geordneten Refinanzierung.

Ein Energiepreisschock, ausgelöst durch Ereignisse tausende Kilometer entfernt, hat eine Liquiditätskrise ausgelöst. Und diese Krise lässt sich nicht mit langfristiger Planung lösen. Sie muss jetzt gelöst werden.

In diesem Moment steht der Finanzminister oder der Notenbankchef vor einer einzigen Frage:
Was kann ich verkaufen, das sofort, überall und ohne großen Abschlag in Dollar umgewandelt werden kann?
Was ist das liquideste Asset, das ich habe?

Die Antwort lautet: Gold.

Gold ist ein Reserveasset, das in der dunkelsten Stunde ohne Erlaubnis, ohne Intermediär und ohne politische Gegenpartei mobilisiert werden kann. CV

 

„The Winner Takes It All“

 

Google wird das KI-Rennen gewinnen

 

Die zentrale These ist klar: Google wird das KI-Rennen gewinnen. Nicht, weil Google gerade am lautesten auftritt. Nicht, weil Google den größten Hype produziert. Sondern weil Google als einziger großer Tech-Konzern die strategisch entscheidende Infrastruktur nahezu vollständig aus einer Hand anbieten kann.

Der Markt schaut im Moment auf die Chip-Manie, auf KI-Fantasien, auf Kursbewegungen und auf kurzfristige Euphorie. Aber genau darin liegt der Fehler. Die entscheidende Frage ist nicht, wer am meisten über künstliche Intelligenz redet. Die entscheidende Frage lautet: Wer kann diese Infrastruktur dauerhaft finanzieren, skalieren und kontrollieren?

Wie wir unseren Kunden bereits vor knapp zwei Jahren mitgeteilt haben, wird am Ende der „Tausendfüßler“ das Rennen machen: der Konzern, der nicht nur ein einzelnes starkes Bein hat, sondern viele tragfähige Beine gleichzeitig. Google besitzt genau diese Struktur – Suchmaschine, Cloud, eigene Chips, eigene Modelle, eigene Infrastruktur, eigene Distribution und ein globales Ökosystem.

Hinzu kommt ein kultureller Faktor, der oft unterschätzt wird: Google hat seinen ursprünglichen Campus-Stil nie vollständig verlassen. Genau diese innere Struktur ermöglicht echte Innovation, während viele andere internationale Konzerne Innovation durch Hierarchien, interne Politik, Verwaltungslogik und Angstkultur eher abwürgen als freisetzen.

KI ist kein Software-Wettbewerb, sondern ein Infrastrukturkrieg. Genau deshalb gewinnt Google. CV

Und hier trennt sich der Markt.

Das Endspiel um die Straße von Hormus beginnt

 

Provoziert Trump: Tonkin 2.0?

Jeder Tag, der vergeht und an dem die Straße von Hormus praktisch blockiert ist, ist ein Tag, der die Versorgungslage der Weltwirtschaft immer prekärer macht. Immer schlimmer. Und natürlich weiß Donald Trump das. Er weiß auch, dass diese Lage früher oder später die Amerikaner selbst treffen wird.

Nachdem er gesehen hat, dass es mit den Verhandlungen nicht klappt, weil der Iran rote Linien hat und weil Trump rote Linien hat, versucht er jetzt, militärisch die Straße von Hormus zu befreien. Er bringt eine ganze Armada in Stellung und sagt: Wir werden die Schiffe sicher durch diese blockierten Wasserstraßen führen.

Der erste Eindruck war: Die US Navy wird jetzt wirklich Öltanker und andere Handelsschiffe durch die Straße von Hormus begleiten. Aber so einfach ist es nicht. Gleichzeitig gibt es massive Truppenverlegungen. Es gibt massives militärisches Gerät, das in Richtung Hormus unterwegs ist.

Und das bedeutet: Trump wartet darauf, bis der Iran eines dieser Schiffe attackiert. Dann hat er praktisch seinen Verteidigungsfall. Dann kann er diesen Krieg wieder beginnen und braucht dafür nicht zwingend die Zustimmung des Kongresses.

Parallel hat er es geschafft, den Ölpreis zunächst wieder nach unten zu drücken. Schon vorher war erkennbar, dass besonders Japan unter einem steigenden Ölpreis leidet. Japan muss sehr viel Öl importieren und hat zusätzlich einen schwachen Yen. Deshalb wurde der Yen gestärkt und der Ölpreis gedrückt, indem man Future-Verkäufe tätigte. Es waren also sehr wahrscheinlich die Japaner, mit wohlwollendem Zusehen und Unterstützung der Amerikaner.

Aber jetzt wird es wirklich spannend. Jetzt kommt das, was letztlich unausweichlich war.

Inhalt:

  • Projekt Freiheit: Die amerikanische Eskalationslogik
  • Die amerikanische Blockade ist operativ widersprüchlich
  • Der provozierte Verteidigungsfall
  • Kongress, Kriegsrecht und operative Freiheit
  • Golf von Tonkin: Das historische Muster
  • Die iranischen Forderungen sind Maximalforderungen
  • Iran hält länger durch als erwartet
  • Es geht nicht mehr nur um die Atombombe
  • China stellt sich gegen die amerikanische Sanktionsmacht
  • Die Welt lebt aus der Substanz
  • Hormus ist wichtiger als die Atombombe
  • Der Ölpreis wird gedrückt, aber die Realität verschwindet nicht
  • Japan, Yen und Öl-Futures
  • Die Realwirtschaft bekommt die ersten Schläge
  • KI-Euphorie überdeckt die Energiekrise
  • Der Krieg ist wieder losgegangen
  • Trump packt die Brechstange aus
  • Die iranische Kontrollzone
  • Angriffe auf Golfstaaten und regionale Ausweitung
  • Die harte These: Trump provoziert den großen Auslöser
  • Die Kernlinie und Abschluss

 

Technischer Short Squeeze trifft auf …

 

... Wunschdaten und Hoffnungserklärungen

Der Iran Krieg habe mit einem Sieg geendet, so der US- Präsident.

Die Gegenblockade durch die USA führt dazu, dass Iran an diejenigen Kunden, an welche es gerne verkaufen würde, nun auch nicht mehr verkaufen kann und damit ist der Export auf null, die Erlöse ebenso und die Lager füllen sich.

Halbleiteraktien sind ein Indikator für den gesamten Aktienmarkt, da sie der führende Sektor sind. Anstatt wie üblich bei einem Island Top zu verkaufen, nutzten Anleger den Kursrückgang bei Halbleiteraktien zum Kauf. Die nächste Herausforderung wird sein, ob Halbleiteraktien das jüngste Hoch überschreiten können.

Die Käufe von Halbleiteraktien nach Börsenschluss waren enorm.

Auslöser dieser Kaufwelle waren die Quartalszahlen von Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon, die für 2026 einen Anstieg der Investitionsausgaben auf 725 Milliarden US-Dollar auswiesen. Wie bereits erwähnt, lag die vorherige Schätzung bei 650 Milliarden US-Dollar.