Podcast: Gold und der 4-Phasen-Zyklus

 

2008 ante portas

Gold fällt. Zentralbanken kaufen. US-Treasuries werden immer teurer. Der Kreditmarkt beginnt an Stellen zu knirschen, an denen der Aktienmarkt noch Wachstum feiert. Auf den ersten Blick passt das alles nicht zusammen. Auf den zweiten sehr wohl.

Denn wer Gold ausschließlich über seinen Tageskurs betrachtet, begeht aus unserer Sicht denselben Fehler, den Märkte vor großen strukturellen Wendepunkten immer wieder machen: Man schaut auf den Preis und übersieht die Veränderung des Systems, in dem dieser Preis entsteht. Genau deshalb beginnen wir diesmal nicht mit Gold. Wir beginnen dort, wo wir vor wenigen Tagen aufgehört haben.

Am 15. August 1971 schloss Richard Nixon das Goldfenster. 55 Jahre später müssen die USA ihre langfristigen Schulden zu Auktionsrenditen platzieren, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Dazwischen liegt der 24. Februar 2022. Für uns weiterhin der eigentliche Point of no Return.

Mit dem Umgang des Westens mit russischen Staatsreserven wurde eine Grenze überschritten, deren Bedeutung damals von vielen vollständig unterschätzt wurde: Zum ersten Mal musste jeder größere staatliche Reservehalter außerhalb des unmittelbaren westlichen Machtblocks ernsthaft neu kalkulieren, was eine Reserve überhaupt wert ist, wenn ein anderer darüber entscheiden kann, ob man im Ernstfall noch darauf zugreifen darf. US-Treasuries verschwanden dadurch nicht. Der Dollar verschwand auch nicht. Aber etwas anderes verschwand: die Selbstverständlichkeit.

Und genau diese Entwicklung ist notwendig, um den Goldmarkt des Jahres 2026 überhaupt zu verstehen. Denn eigentlich müsste Gold längst deutlich höher stehen. Staatsschulden steigen, die Geldmengen bleiben hoch, Inflation ist nicht verschwunden, geopolitische Spannungen nehmen zu, das globale Finanzsystem fragmentiert sich, Zentralbanken kaufen Gold und gleichzeitig wird die Finanzierung der USA immer teurer.

Und was macht Gold? Es fällt.

Inhalt:

  • Preis ist nicht Funktion
  • Der 24. Februar 2022 verändert die Goldgleichung
  • Nicht auf die Reden schauen. Auf die Tresore.
  • China handelt nicht wie ein Trader
  • Der 4-Phasen-Zyklus
  • Phase 1: Der Schock
  • Phase 2: Shakeout
  • Phase 3: Akkumulation
  • Phase 4: Der strukturelle Ausbruch
  • Damit sind wir bei 2008
  • 2008 ante portas bedeutet nicht Lehman morgen
  • Die Zirkularität im KI-Boom
  • Der Kreditmarkt kommt häufig zuerst
  • Heute ist die Ausgangslage schwieriger als 2008
  • QE Unlimited
  • Das Angebot reagiert nicht
  • Der nächste Goldkäufer besitzt vielleicht nur ein Smartphone
  • Der alte Realzins-Zusammenhang bekommt starke Risse
  • 1971. 2008. 2022. 2026.
  • Wo stehen wir heute?
  • 2008 ante portas

 

Was ist daran so schwer zu verstehen?

 

Warum also die Drohung mit Zinserhöhung?

Wieder schwache Daten aus den USA:

  • Die US-Wirtschaft ist zu 70 % konsumorientiert, daher sind diese Daten wichtig:
  • Die Einzelhandelsumsätze sind eingebrochen. Hier die aktuellen Einzelhandelsumsatzzahlen:
  • Die Einzelhandelsumsätze im Juli sanken um 0,6 % (Konsensprognose: 0,2 %).
  • Die Einzelhandelsumsätze ohne Kfz-Handel sanken im Juli um 0,3 % (Konsensprognose: 0,2 %).
  • Diese Einzelhandelsumsatzzahlen werden Ökonomen voraussichtlich zu einer Anpassung ihrer BIP-Prognosen veranlassen.


Aus den Vorwochen wissen wir:

55 Jahre Nixon-Schock

 

und der Dollar bekommt seine nächste Rechnung

Am 15. August 1971 schloss Richard Nixon das Goldfenster. 55 Jahre später zahlen die USA für 30-jährige Schulden den höchsten Auktionszins seit 2001. Dazwischen liegt der 24. Februar 2022 – der Tag der eigentlichen Zeitenwende.

15. August 1971 trat Richard Nixon tritt vor die Kameras und setzte die Einlösbarkeit des US-Dollars in Gold aus.

 

Das Goldfenster wurde geschlossen.
„Vorübergehend“, wie es damals hieß.

Es kam nie wieder zurück.

Damit begann endgültig die monetäre Ordnung, die unsere Welt bis heute prägt. Der Dollar blieb Weltreservewährung, später abgesichert durch das Petrodollar-System, und US-Treasuries wurden über Jahrzehnte zu dem Asset, das im globalen Finanzsystem praktisch über allen anderen stand.

Der sichere Hafen.
Das Reserve-Asset.
Das Versprechen der USA.

Ausgerechnet unmittelbar vor dem 55. Jahrestag liefert uns der US-Anleihemarkt ein bemerkenswertes Signal.

 

Zwischenhoffnung

 

Deflation hat einen Grund.

Die US- Verbraucherpreisindizes sind im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Dennoch schrammte in der abgelaufenen Woche die US- Zentralbank nur knapp an einer Zinserhöhung für den US- Geldmarkt vorbei, dies mit 3 Stimmen für eine Zinserhöhung.

Versteht kein Mensch, denn die Deflation hat einen Grund.

Nun kommt die empirische Bestätigung des Grundes:
„Schockierender“ (uns schockiert der nicht, denn wir kennen unsere Theorie) US- Arbeitsmarktbericht

Der Arbeitsmarktbericht ist ein Schock, da die Wirtschaft Arbeitsplätze verloren hat. Hier die Details:

  • Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft lag bei -23.000 gegenüber den erwarteten +86.000.
  • Die Zahl der neu geschaffenen Stellen im privaten Sektor außerhalb der Landwirtschaft lag bei 30.000 gegenüber den erwarteten 69.000.
  • Der durchschnittliche Stundenlohn stieg um 0,1 % gegenüber den erwarteten 0,3 %.
  • Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 % gegenüber den erwarteten 4,2 %.
  • Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 34,3 Stunden gegenüber den erwarteten 34,3 Stunden.
  • Besonders interessant ist, dass die Stundenlöhne nur um 0,1 % gestiegen sind.

 

Die Löhne von Angestellten im Büro- und Verwaltungsbereich wurden durch KI nach unten gedrückt. Derzeit ist unklar, was das Wachstum der Stundenlöhne bremst.

Podcast: Tether


Die Ur-Wale und die Zukunft des digitalen Dollars

Bitfinex - die Pioniere der kommenden Finanzordnung

Im vorherigen Artikel haben wir erklärt, warum der CLARITY Act kein gewöhnliches Cryptogesetz ist, sondern das Grundgesetz der kommenden digitalen Finanzordnung. Aber der CLARITY Act erschafft diese Ordnung nicht. Er kommt zu spät.

Der digitale Dollar existiert längst. Die globale Liquidität existiert längst. Die Infrastruktur existiert längst. Und diejenigen, die sie gebaut haben, warteten weder auf die Erlaubnis Washingtons noch auf die Erkenntnis der Wall Street. Sie bauten zuerst den Markt. Danach kamen die Behörden.

„Bitfinex – schönen Gruß an die Behörden, der Markt sind wir.“ CV

Dieser Satz wurde im Juni 2019 geprägt. Zu einem Zeitpunkt, an dem die heute gefeierten institutionellen Bitcoin-Prediger noch keine Rolle spielten, die großen Vermögensverwalter Bitcoin öffentlich bekämpften und die meisten Banken den gesamten Sektor entweder nicht verstanden oder bewusst kleinredeten.

Der Satz war keine Provokation. Er war eine Zustandsbeschreibung.
Bitfinex war nicht irgendeine Cryptobörse. Bitfinex war die Börse der Ur-Wale. Und Tether war nicht irgendein Stablecoin. Tether war ihre eigene Dollarliquidität.

Inhalt:

  • Die Geschichte beginnt nicht mit der Wall Street
  • Bitfinex war die Wal-Börse
  • Dann bauten sie sich den Dollar selbst
  • Börse, Liquidität und Rechnungseinheit
  • Tether baute, was Banken nicht bauen konnten
  • Die „Tether-Bombe“, die seit Jahren explodieren soll
  • Die profitabelste Bank, die keine Bank sein will
  • Die Reservearchitektur hinter USDT
  • Gold in der USDT-Reserve ist nicht XAUT
  • XAUT – Gold wird digital beweglich
  • Zwei Goldebenen, zwei Machtfunktionen
  • Der nächste Schritt nach dem digitalen Dollar
  • Keine Bank – und trotzdem eine der wichtigsten Dollarbanken der Welt
  • Die Kunden wollen den Dollar – nicht die Bank
  • Der Dollar, den lokale Regierungen kaum stoppen können
  • Tether umgeht die Banken und finanziert Washington
  • Der GENIUS Act war die staatliche Kapitulation vor der Realität
  • Der CLARITY Act kommt auf Tether zu
  • Die Banken haben das Problem inzwischen verstanden
  • Was geschieht, wenn Tether Rendite weitergibt?
  • Die Banken können Tether nicht kopieren, indem sie einen Token ausgeben
  • Die Ur-Wale verstanden den Goldrausch
  • Die sichtbaren Gesichter sind nicht das Machtzentrum
  • Reicher als Gott – und kaum jemand kennt sie
  • Die Seychellen sind kein dekorativer Firmensitz
  • Offshore war kein Zeichen von Schwäche
  • Faktische Unangreifbarkeit
  • Systemrelevanz ohne demokratischen Auftrag
  • Bitcoin, Gold und Tether sind keine Gegensätze
  • Die stille Bitcoin- und Goldstrategie
  • Der Staat braucht Tether möglicherweise mehr als Tether den Staat
  • Kein CBDC – und trotzdem programmierbarer Dollar
  • Die größte Privatbank der digitalen Welt
  • Was geschieht, wenn der Markt kippt?
  • Der Markt hat längst abgestimmt
  • „Der Markt sind wir“
  • Der eigentliche Pionier
  • Der strukturelle Endpunkt

 

Podcast: Der Preis von Gold

 

Xu Luode und der Satz von 2014
⇒ ⇒ ⇒ Gold gegen KI

… und warum Alexander Hamilton und Hegemonie sich nicht vertragen

Alexander Hamilton auf der 10-Dollar-Note. Der Mann, dessen Wirtschaftsordnung die USA vom Agrarstaat zur führenden Industriemacht machte – und dessen Rückkehr heute mit der Dollarhegemonie kollidiert.

 

Die meisten Beobachter analysieren Gold, künstliche Intelligenz, Energie, Währungen, Staatsanleihen und Geopolitik getrennt. Das ist der erste Fehler.
Die USA denken anders. Sie verteidigen kein einzelnes Zahlungsmittel, keinen einzelnen Markt und auch keine einzelne Industrie. Sie verteidigen ein System.

Dollar, Energie, Schulden, Kapitalmarkt, Technologie, Sicherheit und Marktzugang sind keine voneinander getrennten Machtinstrumente. Sie sind das Betriebssystem globaler Macht.

China hat dieses Betriebssystem verstanden. Deshalb versucht China auch nicht, den Dollar mit einer einzigen neuen Währung frontal abzulösen. China baut einzelne Gegenstrukturen: alternative Zahlungssysteme, Rohstoffkorridore, eigene Handelsplätze, physische Goldmärkte, neue Clearingstrukturen, eigene technologische Plattformen und Handelsräume, die im Ernstfall ohne amerikanische Erlaubnis funktionieren sollen.

Der Kampf zwischen den USA und China wird deshalb nicht um eine einzelne Währung, einen einzelnen Rohstoff oder eine einzelne Technologie geführt. Er wird um das Betriebssystem der Welt geführt.
Gold und künstliche Intelligenz sind zwei seiner entscheidenden Bausteine.
Die USA versuchen, ihre Hegemonie durch die Kontrolle der Zukunft zu verlängern. China versucht, seine Abhängigkeit durch die Kontrolle des physischen Fundaments zu reduzieren.

Die USA setzen auf künstliche Intelligenz. China setzt auf Gold.
Auf den ersten Blick sind das zwei völlig verschiedene Wetten. Tatsächlich erzählen sie dieselbe Geschichte – nur von zwei Seiten.
Es ist die Geschichte vom Ende einer Weltordnung, die 1971 begann.

Inhalt:

  • Zwei Supermächte – zwei fundamental verschiedene Wetten
  • Das amerikanische Betriebssystem
  • China verbietet nicht das Gold – China verbietet das Papier über dem Gold
  • Die Notenbanken kaufen nicht Papier – sie kaufen Gold
  • Die offiziellen chinesischen Reserven sagen nur einen Teil der Wahrheit
  • Gold wandert von West nach Ost
  • Xu Luode und der Satz von 2014
  • Shanghai ist der Tresor – Hongkong ist die Tür zur Welt
  • Die Goldkorridore
  • Der Yuan bekommt einen Anker, den China nicht drucken und Amerika nicht einfrieren kann
  • Das alternative chinesische Betriebssystem
  • Die strategische Ellipse: Chinas Goldstrategie entsteht nicht aus reiner Stärke
  • Infrastruktur ist Machtprojektion ohne Flagge
  • Warum Amerika nicht tatenlos zusehen wird
  • Amerikas Antwort: die KI-Billion
  • KI ist nicht das klassische Softwaregeschäft
  • Die KI-Finanzierung dreht sich teilweise im Kreis
  • Der entscheidende amerikanische Vorteil: Produktivitätssprünge durch freie Entfaltung
  • China kann gute Köpfe hervorbringen – Amerika kann gute Köpfe freisetzen
  • Freiheit stellt für die amerikanische Herrscherkaste nicht automatisch ein Systemrisiko dar
  • Sprache als Machtinfrastruktur
  • Chinas KI-Gegenmodell: nicht das beste Modell – sondern das billigste ausreichende Modell
  • Der Ausschalter in Washington
  • Alexander Hamilton und die Rückkehr der Industriepolitik
  • 1971: der Beginn der Finanzialisierung
  • Warum Alexander Hamilton und Hegemonie sich nicht vertragen
  • KI ist der Versuch, den Hamilton-Widerspruch durch Produktivität zu sprengen
  • China baut die stabilere Absicherung – Amerika wettet auf den größeren Sprung
  • Der teure Dollar ist Teil des Problems
  • Zölle, Blockbildung und der mögliche Lastentransfer
  • Gold als Ventil einer Dollarabwertung
  • Die neutrale Weltreserve
  • Die Rechnung von 38.000 Dollar/pro Unze
  • Der Goldpreis als Fassade – These und Gegenposition
  • Gold gegen KI
  • Der fundamentale Unterschied zwischen beiden Wetten
  • Warum Amerika noch lange nicht verloren hat
  • Die messbaren Signale
  • Der Preis von Gold
  • Und erst dann entscheidet sich die Zukunft von Bitcoin

Produktivitätssprünge durch freie Entfaltung. CV

 

Ein Aufbäumen der privaten Kreditgeldmultiplikators

 

Wenn es denn gutgeht!

Die US- Verbraucherpreisindizes sind im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Dennoch schrammte in der abgelaufenen Woche die US- Zentralbank nur knapp an einer Zinserhöhung für den US- Geldmarkt vorbei, dies mit 3 Stimmen für eine Zinserhöhung.
Der Grund sind geopolitische Spannungen, die aber wegen Ölpreiserhöhungen zu zusätzlichen Geldabflüssen führen.

Was sind nun die Ursachen für eine solche Reaktion?:

1) Die Monetaristische Wirtschaftstheorie unterscheidet schlicht nicht zwischen Mangelteuerung und Inflation. Alles ist Inflation, wenn es eine Preiserhöhung ist.

2) Etwas, was nicht in den Aufgaben der FED enthalten ist- zur Erinnerung- diese sind maximale Beschäftigung und Geldwertstabilität: Das Management der Zinszeitkurve.

 

 

Deflation plus Mangelteuerungsgefahr

 

AI-Shift

Die Ergebnisse von Intel übertrafen sowohl die Konsensschätzungen als auch die sogenannten „Whisper Numbers“ (inoffizielle Markterwartungen); letztere lagen unter dem Konsens. Hier sind die Einzelheiten:

  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,42 USD gegenüber einem Konsens von 0,22 USD.
  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 16,1 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 14,45 Mrd. USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,38 USD gegenüber einem Konsens von 0,28 USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz von 15,8 bis 16,8 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 15,16 Mrd. USD.

 

Alle Welt spricht – aus gutem Grund – über GPUs statt über CPUs.
Im Vergleich zu CPUs sind GPUs hervorragend für das Training von Spitzenmodellen (Frontier Models) und für Inferenzprozesse mit hohem Durchsatz geeignet.

 

Deflation überall

 

Neue Markttypologie wird erkennbar

TSM meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 4,31 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 3,81 US-Dollar.

Der Umsatz wurde mit 40,2 Mrd. US-Dollar angegeben, verglichen mit einer Konsensschätzung von 39,83 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 33,7 % gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal stellte TSM einen Umsatz von 44,6 bis 45,8 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während der Konsens bei 43,67 Mrd. US-Dollar lag.

TSM stockt seine Investitionen in den USA um 100 Mrd. US-Dollar auf; damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf 265 Mrd. US-Dollar und umfasst nun 12 Halbleiter- und Packaging-Standorte in den USA.

Wären diese TSM-Ergebnisse bereits im Mai gemeldet worden, wäre die TSM-Aktie deutlich gestiegen und hätte den gesamten Halbleitersektor nach oben gezogen. Der Charakter des Aktienmarktes hat sich jedoch gewandelt, da der Halbleitersektor nun maßgeblich von Südkorea aus gesteuert wird. Über Nacht gab der südkoreanische Aktienmarkt um 6,4 % nach.

Zur „Inflationsbekämpfung“:

 

Der Irrtum geht weiter

 

Die neue Ordnung wird sichtbar

Sell the Spike als emotionale Reaktion auf bärische FED?

Der Halbleitersektor zeigte eine Kurslücke nach oben, ausgelöst durch hervorragende Geschäftszahlen des Speicherherstellers Micron (MU). Danach haben die Halbleiterwerte jedoch sämtliche durch Micron erzielten Gewinne wieder eingebüßt.

Apple (AAPL) kündigt aufgrund gestiegener Speicherpreise deutliche Preiserhöhungen an. Es bleibt abzuwarten, ob die Verbraucher diese Preiserhöhungen ohne Weiteres akzeptieren oder ob sie zu einer rückläufigen Nachfrage führen. Auch Microsoft (MSFT) erhöht die Preise für die Xbox.

Sowohl Apple als auch Microsoft heben ihre Preise aufgrund der höheren Speicherkosten an. Was für Micron ein Gewinn ist, bedeutet für Apple und Microsoft eine Belastung.

 

Zinserhöhung nun auch im USD angedroht

 

Zur Erinnerung: Die Fed hat ein Doppelmandat

Das Zinserhöhungsgespenst geht um.

Die EZB hatte ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Zur FED unter dem neuen Gouverneur Warsh:
Neun Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) gaben eine Prognose für eine Zinserhöhung bis Ende 2026 ab.

Die sogenannten „Money-Gurus“ kauften extrem aggressiv Aktien, nachdem Warsh erklärte, er werde seine Prognose nicht im Dot Plot veröffentlichen. Die Interpretation dieser Gurus scheint zu sein, dass Warsh einer Zinserhöhung nicht zustimmt.

Warsh selbst hält den Dot Plot für fehlerhaft und misst ihm keinen Nutzen bei; er brachte diese Meinung zum Ausdruck, indem er keine Prognose abgab.
Die wichtigste Information aus der Erklärung der Fed und der Pressekonferenz sind die zwei fehlenden Wörter:
„Maximale Beschäftigung“.

 

Zinserhöhung wegen Geldmengenreduktion (Defla XL)

 

Mangelteuerung vs. Inflation

Das Zinserhöhungsgespenst geht um. Die EZB hat ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Mit einer Zinserhöhung der FED wird gerechnet.

Dem zu Grunde liegt der Monetarismus, eine ökonomische Theorie, nach der zwischen Mangelteuerung (USA neu 0,4% auf Monatsbasis, das sind hochgerechnet 4,8% auf Jahresbasis) und Inflation nicht unterschieden wird.

Wenn also Waren- und Leistungsmenge dividiert durch Geldmenge ein Quotient ist, dann ist es laut dieser Theorie egal, warum dieser sich verändert.

Durchblickenden Geldmengentheoretikern ist das natürlich nicht egal.

 

Klarheit macht sich breit, die unschöne Klarheit

 

Märkte mit Liquiditätsentzug

„Rechnen Sie mit Volatilität.“

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSM) produziert in Taiwan die fortschrittlichsten KI-Halbleiter.

Zwei große Speicherhersteller, Samsung Electronics (SSNLF) und SK Hynix (HXSCL), haben ihren Sitz in Südkorea. Der südkoreanische Aktienmarkt fiel über Nacht um 5,4 %, der taiwanesische um 1,33%.

Für SPCX (Space X) gab es einen schweren Rückschlag:

S&P hat beschlossen, die Aufnahme von SPCX in den S&P 500 nicht zu beschleunigen, nachdem NASDAQ dies bereits im NASDAQ 100 getan hatte. Man hatte spekuliert, dass der S&P 500 dem Beispiel folgen würde.

 

Verwirrende Signale

 

Rechnen Sie mit Volatilität

Die Nachfrage nach Halbleitern, einschließlich Speichermodulen wird zwar anhalten, sich aber 2028 verlangsamen.

Der Aktienmarkt wird auf diese Verlangsamung bereits im Vorfeld reagieren. Die Verlangsamung könnte eine attraktive Gelegenheit für Leerverkäufe bieten.

Einer der Gründe für den rasanten Kursanstieg der Micron-Aktie (MU) war die Aussage des Micron-CEOs, dass die Nachfrage bis 2026 anhalten werde. Ein weiterer Grund war das Kursziel von 1625 US-Dollar für MU durch einen Wall-Street-Analysten.

Die Marktkapitalisierung von Micron hat mittlerweile die Billionen-Dollar-Marke überschritten.

 

Neue Drohung mit eingeschränktem Glauben

 

... niemandem ist bekannt, wie höhere Zinsen Handelswege entsperrten.

Es ist geschehen, schon wieder, das monetaristische Gedankenmonster schlägt zu.

„Logik“ der Zentralbanken:

Das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) belegt breite Zustimmung zu einer Zinserhöhung. Präsident Trump ernannte Warsh zum Fed-Vorsitzenden, um die Zinsen zu senken, doch Warsh kann dies nicht allein erreichen. Er benötigt die Unterstützung des FOMC.

Aufgrund der aktuellen Daten liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Jahr 2026 bei 60 %. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt natürlich, wenn der Iran-Konflikt schnell beigelegt wird.

Die Entwicklungen am Anleihemarkt sind neben den bevorstehenden Zwischenwahlen ein wichtiger Grund für Präsident Trump, den Iran-Konflikt rasch zu lösen.

Präsident Trump stößt in Bezug auf Irans Uran auf zwei gegensätzliche rote Linien.