Artikel im Monat Juli 2026

Podcast: Gold oder Bitcoin?

 

Den fundamentalen Fehler, den die meisten machen!

Wir starten mit dem absoluten Klassiker:
Angebotsschock durch steigende Energiepreise, wie 1973 und 1979.
Wir hatten dazu einen ausführlichen Artikel publiziert.

So kommen wir dann ganz schnell zum:
Dem Märchen vom Zinsanhebungszyklus

 

Bevor wir uns dem wirklich Wichtigen zuwenden:

Was zahlt keine Zinsen und warum nicht?
Was ist in der digitalen Welt echt und was ist nicht echt?

 

 

Inhalt:

  • Der klassische Angebotsschock
  • Das Märchen vom dauerhaften Zinsanhebungszyklus
  • Warum eine Krise Gold nicht automatisch sofort explodieren lässt
  • Gold zahlt keine Zinsen – oder doch?
  • Überhitzung, Überkorrektur und Marktintervention
  • Gold wird wieder zu Geld
  • Warum Kollateral so wichtig ist
  • Gold als Kollateral für Privatpersonen
  • Tokenisiertes Gold
  • Die goldgedeckte Zahlungskarte
  • Gold als Kollateral für Unternehmen
  • Gold als strategisches Instrument der Staaten
  • Die Goldwährung kommt anders, als die meisten erwarten

 

  • Bitcoin: Wenn das Interesse verschwindet
  • Bitcoin ist nicht mehr neu – aber deshalb nicht bedeutungslos
  • Der fundamentale Fehler
  • Gold oder Bitcoin? Genau das ist die falsche Frage
  • Den Abgesang auf Bitcoin teilen wir nicht
  • Bitcoin ist nicht „Crypto“
  • Was ist in der digitalen Welt echt?
  • Auch beim Gold musst du vertrauen
  • Das Einzige, was in der digitalen Welt echt ist
  • Gold in der materiellen Welt – Bitcoin in der digitalen Welt
  • Gold kann nicht ohne Vertrauensparteien bewegt werden
  • Es geht nicht um Gold oder Bitcoin
  • Das digitale Äquivalent von Gold
  • Eine Transaktion final beenden
  • Bitcoin als Kasseninstrument
  • Wer regelmäßig final abrechnen muss, hält den Bestand vor
  • Bitcoin als Settlement Layer
  • Die Wall-Street-Phase wird enden
  • Eine einzige Sache ist digital knapp
  • Quantencomputer ändern daran nichts
  • Der Fork bleibt Bitcoin
  • Bitcoin ist nicht tot
  • Funktion ist nicht Preis
  • Die einzige sinnvolle Vergleichsgröße

 

  • Die Menschheit hat sich aktuell für Gold entschieden
  • Gold wird Staatsanleihen ersetzen – nicht Bitcoin
  • Bitcoin hat keine großen Feinde – aber auch keinen großen Käufer
  • Was zahlt keine Zinsen und keine Dividenden?
  • Auch das Girokonto ist kein Geld
  • Die Antwort lautet nicht Gold oder Bitcoin

 

 

 

Deflation plus Mangelteuerungsgefahr

 

AI-Shift

Die Ergebnisse von Intel übertrafen sowohl die Konsensschätzungen als auch die sogenannten „Whisper Numbers“ (inoffizielle Markterwartungen); letztere lagen unter dem Konsens. Hier sind die Einzelheiten:

  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,42 USD gegenüber einem Konsens von 0,22 USD.
  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 16,1 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 14,45 Mrd. USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,38 USD gegenüber einem Konsens von 0,28 USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz von 15,8 bis 16,8 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 15,16 Mrd. USD.

 

Alle Welt spricht – aus gutem Grund – über GPUs statt über CPUs.
Im Vergleich zu CPUs sind GPUs hervorragend für das Training von Spitzenmodellen (Frontier Models) und für Inferenzprozesse mit hohem Durchsatz geeignet.

 

Deflation überall

 

Neue Markttypologie wird erkennbar

TSM meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 4,31 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 3,81 US-Dollar.

Der Umsatz wurde mit 40,2 Mrd. US-Dollar angegeben, verglichen mit einer Konsensschätzung von 39,83 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 33,7 % gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal stellte TSM einen Umsatz von 44,6 bis 45,8 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während der Konsens bei 43,67 Mrd. US-Dollar lag.

TSM stockt seine Investitionen in den USA um 100 Mrd. US-Dollar auf; damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf 265 Mrd. US-Dollar und umfasst nun 12 Halbleiter- und Packaging-Standorte in den USA.

Wären diese TSM-Ergebnisse bereits im Mai gemeldet worden, wäre die TSM-Aktie deutlich gestiegen und hätte den gesamten Halbleitersektor nach oben gezogen. Der Charakter des Aktienmarktes hat sich jedoch gewandelt, da der Halbleitersektor nun maßgeblich von Südkorea aus gesteuert wird. Über Nacht gab der südkoreanische Aktienmarkt um 6,4 % nach.

Zur „Inflationsbekämpfung“:

 

Podcast: „Größere Kriegswelle am Golf“

 

„… und die Welt ignoriert die Realität“
„Grundsatz-Essay zur Neuordnung globaler Machtstrukturen im 21. Jahrhundert – Teil 8“

Der Krieg am Golf ist kein regionales Ereignis. Er ist ein globaler Preismechanismus. Wer ihn ignoriert, wird ihn später bezahlen. VC

 

Der Irankrieg startet faktisch wieder neu, nur die Dimension ist erheblich größer.

Was als Feuerpause, Memorandum oder diplomatische Zwischenlösung verkauft wurde, war nie ein belastbarer Frieden. Es war eine Pause auf Papier. Jetzt zeigt sich: Dieses Papier war nicht die Grundlage einer neuen Ordnung, sondern nur die Zwischenschicht vor der nächsten Eskalation.

Die Feuerpause ist nicht in Gefahr.
Sie ist nicht ausgesetzt.
Sie wackelt nicht.

Sie ist faktisch vorbei.

Damit beginnt nicht nur eine neue militärische Phase am Golf, sondern eine neue wirtschaftliche Realität für die Welt, die von Politik, Medien und Märkten noch immer behandelt wird, als wäre sie ein fernes Randereignis.

Das ist sie nicht.

Was im Persischen Golf geschieht, kommt an der Tankstelle an.
Es kommt beim Heizöl an.
Es kommt bei Lebensmitteln an.
Es kommt bei Frachtraten, Versicherungen, Lieferketten, Zinsen und Inflation an.

Aber die Eskalation reicht inzwischen über die Straße von Hormus hinaus.

Es geht nicht mehr nur um Tanker, Öl, LNG, Hafenanlagen und militärische Ziele am Golf. Es geht auch um die Landkarte hinter dem Golf. Um Brücken. Um Bahnstrecken. Um Verbindungslinien tief im iranischen Landesinneren.

Genau dort wird der größere strategische Rahmen sichtbar.

Der Iran hat nicht nur einen maritimen Ausgang über Hormus. Er hat auch kontinentale Ausweichräume. Verbindungslinien nach Norden und Osten. Landkorridore Richtung Russland und China.

Wenn Hormus blockiert, bedroht oder versicherungstechnisch unbrauchbar wird, dann gewinnen diese Landachsen massiv an Bedeutung. Wenn Tanker nicht mehr fahren, werden Bahnstrecken wichtiger. Wenn der Seeweg zur Falle wird, wird der Landkorridor zur strategischen Lebensader.

Deshalb sind Angriffe auf Brücken und Bahnverbindungen keine Nebensache.

Wer solche Ziele trifft, trifft nicht nur Beton und Stahl. Er trifft die Fähigkeit des Iran, seine Verwundbarkeit am Golf über Land zu umgehen. Er trifft den Versuch, Handel, Versorgung, Energie, Waffen, Technologie und politische Rückendeckung stärker über Russland und China abzusichern.

Damit wird klar:
Dieser Krieg wird nicht nur um die Straße von Hormus geführt.

Er wird auch um die Frage geführt, ob der Iran sich dauerhaft in eine kontinentale Gegenordnung nach Russland und China absetzen kann.

Wer Hormus kontrolliert, kontrolliert den maritimen Druckpunkt.
Wer die Landachsen nach Russland und China trifft, kontrolliert den Ausweichraum.

Genau deshalb ist diese Eskalation größer, als sie auf den ersten Blick aussieht.

Sie ist nicht nur ein Krieg um Schiffe.
Sie ist nicht nur ein Krieg um Öl.
Sie ist nicht nur ein Krieg um die Straße von Hormus.

Sie ist ein Krieg um Korridore.
Um Routen.
Um Infrastruktur.
Um die Frage, ob der Iran abgeschnitten oder nach Norden und Osten neu angebunden wird.

 

Diese Realität wird weiterhin verdrängt.

Die Welt ignoriert die Realität — aber die Realität ignoriert die Welt nicht.

Inhalt:

  • Der Bruch: Aus Feuerpause wird offener Schlagabtausch
  • Das Memorandum war kein Friedensvertrag
  • Der Vermittlerfehler: Ein Deal, den "alle" wollten, aber keiner gleich verstand
  • Die Straße von Hormus ist faktisch wieder das Zentrum der Weltwirtschaft
  • 800 Handelsschiffe, festliegende Tanker, explodierende Prämien
  • Die Ölpreis-Illusion: Märkte hatten Frieden eingepreist
  • Die „Ölschwemme“ ist ein gefährliches Narrativ
  • Kriegsrisiko wird Inflations/Teuerungsrisiko
  • Tankstelle: Der Krieg erreicht den Alltag zuerst über Sprit
  • Heizöl: Die Krise kommt zeitverzögert in den Winter
  • Lebensmittel: Der unterschätzte Düngemittelkanal
  • Die Zinsfalle: Ölpreis hoch, Teuerung hoch, Zinsen hoch
  • These: Militärische Eskalation kann politisch gewollt oder einkalkuliert sein
  • Niemand glaubt mehr an die Vereinbarung
  • Westliches Kommunikationsversagen
  • Die stille Krise unserer Zeit
  • Der zweite Kriegsschauplatz: Die Landachsen nach Russland und China

 

Podcast: „Teherans Wegezoll“

 

Aus einer Meerenge wird ein Geschäftsmodell
„Grundsatz-Essay zur Neuordnung globaler Machtstrukturen im 21. Jahrhundert – Teil 7“

Zwei Millionen Dollar pro Supertanker klingen nach Erpressung. Tatsächlich könnten sie das Ergebnis einer präzisen Kalkulation sein: hoch genug, um Iran Milliarden einzubringen – und niedrig genug, damit der Welthandel am Ende zahlt. Iran versucht, seine militärische und geografische Macht über die Straße von Hormus in ein dauerhaftes Geschäftsmodell zu verwandeln.

Berichten zufolge sollen beladene Öltanker für die Passage eine Gebühr von ungefähr einem US-Dollar je transportiertem Barrel entrichten. Bei einem voll beladenen Very Large Crude Carrier, kurz VLCC, wären das bis zu zwei Millionen US-Dollar. Als Zahlungsmittel wurden neben anderen Formen auch Kryptowährungen genannt.

Der Begriff Maut wäre dafür zu freundlich. Iran stellt keine Autobahn bereit, die es gebaut und finanziert hat. Es verlangt Geld für die Durchfahrt durch eine internationale Meerenge, deren freie Passage nach internationalem Seerecht grundsätzlich nicht von einer einseitig erhobenen Gebühr abhängig gemacht werden darf.

Der präzisere Begriff lautet deshalb: Wegezoll.
Oder, historisch ungeschminkt: Wegelagerei.

Der mittelalterliche Wegelagerer nahm dem Händler nicht die gesamte Ladung ab.
Er verlangte gerade so viel, dass der Händler zahlte und weiterfuhr.
Die Methode ist alt. Neu sind nur die Größenordnung und die Rechnung. VC

 

Inhalt:

  • Zwei Millionen Dollar sind weniger, als sie klingen
  • Der Preis liegt unterhalb der Widerstandsschwelle
  • Teheran hat die Alternativen mit eingepreist
  • Von der Erpressung zur Preisliste
  • Berechenbarkeit erzeugt Gewöhnung
  • Die normative Kraft des Faktischen
  • Bitcoin ist kein Nebendetail
  • Das eigentliche Geschäft beginnt bei der Masse
  • Die Golfstaaten würden für ihre eigene Abhängigkeit zahlen
  • Zwei Millionen Dollar kaufen keine Sicherheit
  • Die Gefahr liegt nicht bei zwei Millionen
  • Die chinesische Option
  • Teheran als verlängerter Arm Pekings?
  • Sanktionen ohne chinesischen Absender
  • Die Macht läge in der Unbeweisbarkeit
  • Vom Wegezoll zur geopolitischen Waffe
  • Konklusion: Teheran verkauft Gewöhnung
  • Besondere Konklusion: Washington wird dieses Modell nicht bestehen lassen