Artikel im Monat Februar 2026

Der Ölpreis schwankt – die Geldmenge explodiert

 

Wer nur auf den Ölpreis starrt, versteht die Geldpolitik nicht.

Der Fehler vieler Marktteilnehmer liegt im falschen Blickwinkel.
Sie diskutieren Ölzyklen, OPEC-Quoten und geopolitische Schlagzeilen – und ignorieren das Fundament.

Die Geldmenge ist kein Nebengeräusch.
Sie ist die Matrix, in der alle Preise entstehen.

Wenn M2 strukturell expandiert, während reale Produktion nicht im gleichen Tempo wächst, dann verschiebt sich das nominale Gleichgewicht – ob es kurzfristig sichtbar ist oder nicht.

Rohstoffe steigen nicht, weil sie „teurer“ werden.
Sie steigen, weil die Maßeinheit fällt.

„Wenn die Geldmenge strukturell nach oben springt und Öl nicht, dann ist entweder Öl falsch bewertet – oder das monetäre Regime ändert sich. Beides gleichzeitig geht nicht.“ - VC

 

An den Globalmärkten ist Öl derzeit nominell unteradjustiert zur massiven Geldmengenausweitung – ein strukturelles Ungleichgewicht, das latent Preisdruck erzeugt. Wenn sich die US-Iran-Konfrontation weiter zuspitzt und erneute militärische Eskalationen oder Sanktionen drohen, könnte das die Angebotsseite zusätzlich belasten und Ölpreisrisiken nach oben katalysieren. Die strategische Lage im Persischen Golf, inklusive Truppenbewegungen und Drohgebärden beider Seiten, trägt bereits zu Risikoaufschlägen in den Terminmärkten bei. Sollte ein größerer Konflikt ausbrechen oder der Schlängelweg des Öls durch die Straße-von-Hormuz ernsthaft gefährdet werden, wären Marktreaktionen deutlich schärfer als rein monetäre Impulse. Kurz: Monetäre Basisexpansion + geopolitische Eskalation = latent bis extrem erhöhter Ölpreisreaktionsraum.

„Gemessen an der Geldmenge ist Öl heute deutlich niedriger bewertet als im Zyklus 2007/2008. Der monetäre Unterbau ist größer, der Preis aber nicht.“ - VC

 

Im zweifel Gold kaufen

 

Das beste Asset in Stagflationen ist Gold

Mittlerweile zeigt das Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US- Zentralbank sogar einige Gouverneure, die sogar Zinsen erhöhen wollen.

Was sagt das US- Finanzministerium dazu?:

 

Die Kurse der US- Staatsanleihen vertragen eine Zinserhöhung ganz sicher nicht.

Was sagen die Daten?

  • Der PCE ist der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Die Inflation fiel höher aus als erwartet. Hier die Details:
  • Der Gesamt-PCE lag bei 0,4 % (Konsensprognose: 0,3 %).
  • Der Kern-PCE lag bei 0,4 % (Konsensprognose: 0,4 %).

 

Die US-Wirtschaft basiert zu 70 % auf Konsumausgaben. Daher achten umsichtige Anleger auf das persönliche Einkommen und die privaten Ausgaben. Die Daten zeigen, dass die Verbraucher weiterhin konsumieren und damit die Wirtschaft stützen. Hier die Details:

  • Die privaten Ausgaben lagen bei 0,4 % (Konsensprognose: 0,2 %).
  • Das persönliche Einkommen lag bei 0,3 % (Konsensprognose: 0,3 %).

 

Die BIP-Daten wirken auf den ersten Blick sehr schwach. Hier die Details:

  • Das BIP-Wachstum im vierten Quartal lag bei 1,4 % (Konsensprognose: 3,0 %).
  • Der Kettendeflator im vierten Quartal lag bei 3,6 % (Konsensprognose: 3,3 %).

 

Stagflation wäre das, wenn es denn Inflation gäbe.

Podcast 0567 – Venezuela, ohne Bomben …


... und Brasilien als strategischer Weckruf
(mit Volker Carus & Christian Vartian)

Warum „Regime Change“ nicht die Story ist, sondern das Danach – und weshalb Washington im eigenen Hinterhof seit Jahren zu spät dran ist.

„Aktueller könnte es kaum sein – am Vorabend einer möglichen US-Intervention im IRAN, jenem uralten ‚Land der Arier‘, dessen Name älter ist als jede moderne Ideologie.“  VC

 

In dieser Folge reden wir nicht über Empörung, sondern über Mechanik. Venezuela ist der Testfall: Nicht entscheidend ist, wie man ein Regime loswird – entscheidend ist, was danach entsteht. Genau daran sind viele Vorgänger-Operationen krachend gescheitert: reinrennen können sie alle, aufbauen fast keiner.

Der spannende Punkt diesmal: Es wirkt nicht wie ein klassischer Krieg – keine Bomben, kein „Irak-Rezept“. Eher wie eine elegante Kommando-/Deal-Logik. Und trotzdem bleibt das größte Rätsel unberührt: Wie ruiniert man eine Ölindustrie ohne Krieg? Pumpen sind keine Hightech. Rohöl bringt Dollar. Das kaputtzukriegen ist fast schon ein Kunststück – oder ein Hinweis darauf, dass dort mehr als nur Ideologie am Werk war.

Von dort drehen wir den Blick weiter: Wenn Moskau und Peking wirklich „ernsthaft“ drin gewesen wären, müsste das Land anders aussehen. Und dann landet die Diskussion zwangsläufig bei Brasilien: Ein industriell stärker werdender Titan im BRICS-Umfeld – im US-Hinterhof. Nicht als moralische Frage, sondern als strategischer Fehler der letzten Jahrzehnte. Die logischere Antwort wäre nicht Konfrontation, sondern kontinentale Kooperation: kurze Wege, kompatible Kultur, verlässliche Lieferketten – statt Fernabhängigkeit.

 

  • Hauptfrage: Nicht der Eingriff – das Danach (Stabilität, Aufbau, Investierbarkeit).
  • Venezuela wirkt „unkinetisch“: keine Bomben, eher Operation/Deal statt Invasion.
  • Kernrätsel: Ölindustrie-Kollaps ohne Krieg – wie geht das überhaupt?
  • These: Wäre Russland/China wirklich all-in gewesen, sähe die technische Handschrift anders aus.
  • Kontinent-Logik: „Amerika ist größer als die USA“ – Rohstoffe & kurze Wege sind real.
  • Brasilien: Eigenständige Industrieförderung macht es strategisch „zu groß“, um ignoriert zu werden.
  • Schlussgedanke: Kooperation im Hinterhof ist langfristig smarter als neue Fronten.

 

Gettysburg, und das „deutsche Jahrhundert“

 

Warum eine einzige Entscheidung die Weltordnung hätte kippen können!

Epstein, „die da oben“, Strippenzieher – das ist die Komfortzone. Alles wirkt plötzlich erklärbar: Ein paar Bösewichte, ein Plan, eine Schaltzentrale. Fertig. Nur: Geschichte funktioniert selten so. Nicht, weil Eliten harmlos wären, sondern weil Realität fast immer aus Reibung entsteht: Zufall, Ego, Fehleinschätzung, Timing, operative Details.

 

Darum heute bewusst ein anderes Format: kein Aufreger, kein Moralstück, keine Empörung. Sondern ein sauberes Gedankenexperiment. Wir nehmen einen einzigen Knotenpunkt der Geschichte, halten ihn fest und drehen ihn minimal – und schauen dann, wie sich die Weltordnung verschiebt.

Drei Ebenen, klar getrennt:

  • Erstens der taktische Moment auf dem Schlachtfeld.
  • Zweitens der politische Dominoeffekt im Inland.
  • Drittens die strategischen Welleneffekte global: Machtvakuum, Verschiebung der Zentren, andere kulturelle Normen.

Das Ziel ist simpel: einmal spüren, wie dünn die Schicht ist, auf der unsere „Selbstverständlichkeiten“ stehen.

„Unsere Realität ist kein Naturgesetz. Sie ist ein Ergebnis.“ VC

QE war gestern – Die große Bilanz-Illusion

 

Wie Washington die Geldmaschine neu verkabelt –
und warum sich dadurch fast alles ändert

„Die Indiana-Jones-Strategie…“

Bildquelle: Jäger des verlorenen Schatzes

 

Es gibt Momente, in denen ein einzelnes Dokument mehr erklärt als hundert Schlagzeilen.

Was wir derzeit beobachten, ist kein gewöhnlicher Richtungsstreit zwischen Politik und Zentralbank. Es ist eine strukturelle Neuausrichtung des Systems. Eine Umlenkung. Ein sauberer Tausch der Rollen – ohne dass sich am Kern etwas ändert.

Und genau das macht es so brisant.

Verwirrdaten

 

Margin Call Kaskade

Vorsichtige Anleger sollten beachten, dass in den letzten acht Tagen 115 Aktien des S&P 500 um mehr als 7 % an einem Tag gefallen sind.

Erfahrungsgemäß leitet ein solches Ereignis häufig eine Korrektur ein. Wären die heutigen Verbraucherpreisdaten (VPI) höher ausgefallen, hätte eine Korrektur mit hoher Wahrscheinlichkeit begonnen.

Da die VPI-Daten nun aber moderater sind, gleichen sich positive und negative Einflüsse derzeit aus.

  • Der US- Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) lag bei 0,2 % (Konsensprognose: 0,3 %).
  • Der Kernverbraucherpreisindex (VPI) lag bei 0,3 % (Konsensprognose: 0,3 %).

Damit sind die Verwirrdaten jetzt um den positiven teil ergänzt und damit vollständig, also verwirrend.

 

Davor waren die Verkäufe im NASDAQ 100

Platin ist kein Zyklus. Platin ist Geologie.

 

Warum der Markt 2026–2030 strukturell falsch liegt

Platin wird bewertet wie ein zyklisches Restmetall. 
Es ist jedoch ein unterfinanziertes Monopol mit geopolitischer Hebelwirkung. VC

 

Platin wird bewertet wie ein Restmetall.

Als hätte es die gleiche Marktstruktur wie Kupfer.
Als könnte Angebot flexibel reagieren.
Als wäre Diversifikation möglich.

Das ist analytisch bequem – aber sachlich falsch.

Platin ist kein globaler Markt.
Platin ist ein geologisches Monopol.

 

  1. Wer Platin kauft, kauft Südafrika.
  2. Unterinvestition ist keine Theorie – sie ist Fakt.
  3. Der Markt überschätzt die Nachfragerisiken.
  4. Förderkosten sind der unsichtbare Trigger.
  5. Politisches Risiko ist hier kein reines Risiko.
  6. Bewertung: historisch verzerrt

 

Japan verlässt den Ausnahmezustand

 

Der japanische Zinszyklus dreht – und mit ihm der Yen-USD-Spread

Nomura geht davon aus, dass die Bank of Japan ihren geldpolitischen Normalisierungspfad konsequent fortsetzt und den Leitzins bis 2027 auf 1,50 % anhebt – mit klarer Asymmetrie der Risiken nach oben. Damit rückt ein Szenario in den Fokus, das jahrzehntelang undenkbar war: Japan als Quelle steigender Renditen statt permanenter Nullzinsanker.

Das ist für uns keine große Überraschung, aber entscheidend ist etwas anderes – und das wird vom Markt noch immer unterschätzt:

Der Zinsspread zwischen JPY und USD beginnt sich umzudrehen – langsam, aber strukturell und zunehmend unumkehrbar. VC

 

Genau hier liegt die strategische Relevanz dieser Entwicklung.

 

Deflationsangst eingetreten …

 

Trumps ... pure strategische Brillanz

Doppelt verschlossene Refinanzierungstüre:

Die BOJ hat ihren Leitzins von 0,5 % auf 0,75 % angehoben. Der Zinssatz liegt seit Januar 2025 bei 0,5 %. 0,75 % ist der höchste Zinssatz in Japan seit 1995.
BOJ-Gouverneur Ueda deutet an, dass weitere Zinserhöhungen bevorstehen könnten.

  • FOLGE: weitere Bubblefinanzierung mit JPY geht nicht
  • Die FED ließ den Leitzins unverändert. In der Pressekonferenz zeigte sich Fed-Chef Powell entschieden restriktiv.
  • FOLGE: Angst machen

Entgegen der vorherrschenden Meinung an der Wall Street räumte Powell allerdings ein, dass sich der Leitzins der Fed im oberen Bereich des neutralen Bereichs befinde.

ÜBERHÖHRT, WEIL EIGENTLICH DOWISCH!