Warum dieser Satz beim Silber nicht psychologisch, sondern strukturell gemeint ist
Der Satz „diesmal ist alles anders“ gilt an den Finanzmärkten zu Recht als Warnsignal. Zu oft wurde er benutzt, um Übertreibungen, Blasen und emotionale Fehlentscheidungen zu rechtfertigen. Der Mensch reagiert psychologisch erstaunlich konstant – Euphorie, Angst und Verdrängung folgen seit Jahrhunderten denselben Mustern.
Wenn es nur um Psychologie ginge, wäre der Satz auch heute falsch.
Doch die Geschichte zeigt:
Es gibt Momente, in denen wirklich alles anders wird.
Nicht wegen Stimmung, sondern wegen Struktur.
Wenn „alles anders“ historisch korrekt war
Der Buchdruck von Gutenberg war so ein Moment.
Nach ihm war Wissen nicht mehr exklusiv, sondern reproduzierbar. Gesellschaft, Macht und Bildung ordneten sich neu.
Der Verbrennungsmotor von Otto war so ein Moment.
Nach ihm veränderten sich Mobilität, Arbeitsteilung, Städte und Wirtschaft fundamental.
Elektrizität – mit Edison und Tesla – war so ein Moment.
Nach ihr war Energie nicht mehr lokal und begrenzt, sondern skalierbar.
Das Internet war so ein Moment.
Nach ihm änderten sich Kommunikation, Handel, Machtstrukturen und Geschwindigkeit.
In all diesen Fällen galt:
Vorherige Modelle erklärten die Zukunft nicht mehr zuverlässig, weil sich die Rahmenbedingungen selbst verändert hatten.
- Psychologie vs. Struktur
- Warum Silber heute nicht mehr mit früher vergleichbar ist
- Das strukturelle Defizit
- Warum frühere Vergleiche nicht mehr tragen
- Ein Abschluss – und ein Übergang
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