Der Tag des Yens

 

Zu wenig, zu spät?
Geld ist immer knapp und immer viel zu teuer - gerade in einem Kreditgeldsystem. Das dieser Umstand seit Ende letzter Woche spürbare Auswirkungen zeigt, hatten wir. Die Methoden dessen Herr zu werden, mögen umstritten sein, wahrscheinlich ist man eh noch am experiementieren, was besser hilft. Yen und Franken zusammen haben es nicht richten können, dann heute mal nur der Yen.


Der Tandem-Eingriff von Franken und Yen am Freitag brachte scheinbar nicht die gewünschte Wirkung. Kurse des Montages zeigen es deutlich. Gut, dann darf heute mal nur der Yen ran. Nur das was sich da abzeichnet, sieht nicht besser aus als Freitag, noch als gestern. Im Grunde ist das einzigste was richtig läuft das Öl.

Passend dazu die mediale Verlautbarung von Nobuyuki Nakahara: "Es ist unmöglich, so etwas Dummes zu tun, wie die Zinskurve durch die Regierung zu kontrollieren". Das sagt kein geringerer als der geistige Urvater japanischer QE-Programme und ehemaliges Board-Mitglied der Bank of Japan. Heute ist Nakahara Berater von Abe und gleichzeitig Chairmann der Japanischen Karate Assocciation.

So sind sie halt die Japaner, bauen die feisten Roboter, aber Bauholz wird noch traditionell mit der Handkante zugeschnitten. Und so sehen dann auch die Charts aus.

 

EURGBP – Jetzt haben wir den Salat

 

Nur die Krake kanns jetzt retten
Euro zum Britischen Pfund - der einzigste Chart, der dir etwas über politische Veränderungen in der europäischen Spähre erzählen kann. Und läuft er in die falsche Richtung, wird es alles andere als besser.


Noch eine Stunde, dann ist der Handelstag vorbei. Grund genug mal schnell auf die Oma zu blicken. Auch wenn es ein europäischer Indikator ist, die Auswirkungen dessen, was er gerade anzeigt, schlagen bis in die hintersten Ecken. Ein Chartupdate nicht nur zum EURGBP.

Podcast 0240 – Deutsche Bank und andere Manipulationen

 

Kreative Kursgestaltung zum Monatsschluss
Eine ganze Zeit lang hatten wir Ruhe, doch den Monatsschluss durfte oder wollte man nicht sich selbst überlassen. Ob man um die Auswirkungen des Schiebens und Schleifens weiß? Wir wissen es auch nicht. Sicher ist nur: Verlängerung der Streckfolter und damit die Verhinderung der Lösung ursächlicher Probleme wird somit allemal erreicht.


Sehr geehrter Herr Thomas Jordan.
Wenn das Problem darin besteht, dass in CHF refinanzierte Anlagen im Britischen Pfund der Rettung bedürfen. Dann kann die Rettung nicht darüber erfolgen, dass über Abschwächung des Frankens die Währung der Anlageklasse gehoben wird, da dies nur zur Folge hat, dem weiteren Wertverfall der Anlagewährung zusätzlichen Vorschub zu leisten. Die Problemlösung kann also nur im Wertzuwachs der investiven Währung selbst liegen. Entweder aus sich selbst heraus oder durch einen aussenstehenden Dritten. Im letzteren Fall hätte der CHF als USD-Gewicht die Aufgabe, Hebungen des Pfundes im Index auszugleichen. Es ist halt die Anlage selbst, die sich zur Refinanzierungswährung tragen muß, und nicht die Aufgabe der Refinanzierungswährung ein Investment zu performen. Nur so werden auf Dauer Anlagen in Britischen Pfund zur Refinanzierungswährung Schweizer Franken tragbar.

Das dies so ist, sehen sie bereits heute, einen Handelstag nach ihrer Intervention. Die große Kraftanstrengung des Freitages versickert im Nirvana.

Aber eine Institution die glaubt, eine Wechselkurshebung um 20% plus Einfrierung der dann erreichten Marke, würde der schweizer Wirtschaft helfen und ein Währungskurs-Limit ließe sich nur plötzlich und ruckartig lösen, die glaubt halt auch, dass man mit Schweizer Franken Investments in Britischen Pfund retten kann. Ein jeder landet am Ende halt auf dem Posten, für den er am wenigsten geeignet ist.

Alles Gute, Deutschland

 

Das Lied der Deutschen - Klick ins Bild

Das Lied der Deutschen - Klick ins Bild

Das Bewußtsein seiner Einheit war in dem deutschen Volke, wenn auch verhüllt, doch stets lebendig.
[Otto v. Bismarck]

 

26 Jahre Teil-Einheit;
Alles Gute, Deutschland!

 

 

 

Bullshit Bingo und die DeuBa

 

Hat ihnen der Thomas Jordan mal wieder den Arsch gerettet.

Die Gerüchte um die DeuBa sprießen mittlerweile ja in sämtlichen Fachmedien ins Kraut, fast könnte man sagen, die Bank soll medial geschlachtet werden.
Bislang zwitscherten auch unsere Vögelchen noch nichts konkretes in diese Richtung und wir alle wissen:
geht die DeuBa hops, aus welchem Anlaß auch immer, handeln wir ab Mittwoch erstmal wieder alle mit Kokusnüssen.

Hurra, wir brauchen kein Metall

 

Liquidität kehrt plötzlich zurück - wie ungewöhnlich
Oder sollte man besser sagen - wie gewöhnlich. Der heutige Schub, eineindeutig am Kursverlauf des Euros zu klassifizieren, damit auch einhergehend, das Absinken seit letzten Mittwoch. Auswirkung der Veränderung in Japan so wie der US-Stellschrauben bestens umrissen. Aber warum dann ausgerechnet heute der Dreh?


Zur Beantwortung kann man die Charts befragen. Sie werden dir zumindest immer sagen, ab wann die Grenzen der Schmerzbelastung erreicht sind und sie Fundamentalkräfte in die Entscheidungs-Ebene zwingen.

Und Fundamentalkräfte - zu der in dem Fall wohl auch Korruption gehört, besorgen dann die hübsche Achterbahn von heute. Es ist zwar nur eine Vermutung, aber es scheint als hätte die Sacher-Torte gemundet. Offiziell werden wir es dann morgen wissen, wenn das OPEC Treffen in Wien zu Ende geht.

Podcast 0239 – FED & BOJ – die verdeckte Zinsanhebung

 

Liborsatz US Dollar vs. effektive Funds-Rate - Endstand 23.09.2016

Liborsatz US Dollar vs. effektive Funds-Rate - Endstand 23.09.2016

 

[mit Christian Vartian]
Die Entscheidungen der Federal Reserve und der Bank of Japan im Detail
Janet Yellen und Harohiku Kuroda haben gesprochen. Was offiziell verkündet wurde, ist definitiv nicht das, was im Hintergrund grad passiert. Sonst gäbe es keinen stärker werdenden Yen bei gleichzeitig anziehendem CHF. Und wir hätten auch nicht dieses schöne Titelbild. Nur die Detailauswertung der Entscheidungen bringt Klarheit.


Die eine Zentralbank greift zu ganz neuen programmatischen Schritten, die in der Form wirklich neu sind. Die andere Zentralbank verbleibt im Wartemodus und gibt neuen Regulatorien den Vorrang. Erst der Mix aus beiden führt zu ganz neuen Justierungen innerhalb der globalen Finanzmarktmechanik, auf die es sich nun vorzubereiten und einzustellen gilt.

Besonderes Gewicht erhält dabei das kommende OPEC Meeting (26.09. - 28.09).

Und während in dem einen Land gemülticher Müsiggang besser subventioniert wird, erhält in dem anderen ein verhasster Präsidentschaftskandidat handfeste Schützenhilfe aus den Reihen des politischen Gegners. Sowas bleibt dann natürlich auch nicht ohne Folgen für die potenzielle Schlagkraft des Euros.

Ein Podcast mit ganz einfachen Antworten auf kompliziert wirkende Verkündungen und Zusammenhänge.
 

Bank of Japan und Federal Reserve

 

Verkanntes Genie trifft Lieschen zaghaft
Die Bank of Japan macht ernst und implementiert ganz neue 'financial technology'. Ohne vergleichbares Modell und empirische Daten. Janet Yellen kneift erneut, verhindert damit zwar Schlimmeres, aber auch den Druck zur Veränderung.



Die Entscheidung der Federal Reserve, gegen die sich 3 Board Mitgleider stellten - Esther L. George, Loretta J. Mester, and Eric Rosengren stimmten für eine Anhebung, war sicherlich auch durch die demnächst greifende Regulierung für Geldmarkt Einheiten beeinflusst. Ab Mitte Oktober 2016 gehts los. Der Mix aus Japan und Vorschrift vereitelte.

Die Regulierer habens also mal wieder geschafft, das letzte Quäntchen Schneid abzugraben. Vorteil also aktuell noch bei der Politik.

Wenigstens sprechen die beiden großen Carry-Währungen derzeit eine andere Sprache.

Deflation in Japan ist beseitigt

 

"Böser Kuroda"
Die Unterschrift ist selbstverständlich eine Anspielung auf den gestrigen Podcast. Die neue Arbeitsanweisung der Bank of Japan ist veröffentlicht.


In dem Papier viele wichtige Sätze, aber dieser sticht doch heraus:

"... Japan's economy  is no longer in deflation ..."

Der neue Arbeitsrahmen der BOJ ist nicht weniger leicht verständlich. Hier und jetzt eine Kurzinfo dazu.

Podcast 0238 – Zentralbanken gegen Politik

 

Die Zinsanhebung der FED und der globale Schusskanal [mit Christian Vartian]
Das eine US-Zinsanhebung rein ökonomisch jetzt Unsinn wäre - geschenkt. Dennoch haben alle großen Zentralbanken dafür das Spielfeld bereitet. Bleibt zum einen die Frage nach dem Warum und auf Wen dieser hochkomplexe Schusskanal eigentlich zielt?



Das ab Mittwoch 21.09.2016 0:00 Uhr die Zentralbanken sich ein Finanzmarktgetriebe aufgestellt haben, welches bei richtiger Spielart uns in Verwerfungsdimensionen eines Franken-Shocks oder eines Brexit-Referendums führt, hat noch niemand so richtig mitbekommen. Wir sagen nicht, das es in die Richtung gespielt werden muß! Aber es ist schon mehr als fraglich, warum ein so fragiles Strickmuster ausgerechnet jetzt installiert wird. 

Den Anfang nimmt die Bank of Japan, gefolgt von der Federal Reserve, immer mit dabei die SNB, zum Verschnaufen gibt es den Wheeler aus Neuseeland zwischen durch. Aber der losgetretene Zirkus wird wenn, erst nächste Woche mit der OPEC zur Ruhe kommen.  

Solltest du Asset-Besitzer sein, gleich ob in Form von Anleihen, Aktien oder Edelmetallen, wirst du im eigenen Interesse um diesen Podcast nicht drum herum kommen. So dir denn Wert- und Vermögenserhalt wichtig sind. Als Trostpflaster, auch wenn man auf Assets zielt, sie sind nicht das eigentliche Target.

Spielt man es richtig, bleibt Europa und dem Mario Draghi in Konsequenz dann nur noch der Rettungsschuss, womit wir persönlich genau da sind, wo auch wir immer hin wollten.

Von der Spielart wird es auch abhängen, ob Gold in US Dollar mit einer 11 beginnt oder mit einer 15.

     

Politik versus Visionäre versus Volkswirtschaft

 

Bratislava, Berlin, Pfund, Euro, US Daten, Zinsen
Wir können immer nur mit dem arbeiten, was wir auf den Tisch bekommen; sei es offiziell oder inoffiziell. Und wahrlich der Wust, der sich derzeit vor dem analytischen Auge auftürmt, lässt auf den ersten Blick sachlich und nüchtern nur einen Schluss zu: Warum wird an Chemtrails und angereichertem Trinkwasser immer noch gezweifelt?


Nur wer Ekel und Angewidertheit ignoriert, persönliche Emotionen ausblendet und dann immer noch bereit ist, einen zweiten Blick zu wagen, hat die Chance in dem ganzen Chaos, das Wollen und die Absicht zu erkennen.

Eine entscheidende Woche bricht heran. Und am Mittwoch wird sich beweisen, ob nicht nur wir es sind, die von den Globalisten, den Regulieren, den Sozial-Faschisten und den Vegan-Grillern die Schnauze voll haben. Sondern sich zu uns mittlerweile auch die Allianz der Zentralbanken gesellt.

Dem anstehenden Mittwoch werden wir noch einen ausführlichen Podcast zusammen mit Christian Vartian widmen. Hier und heute vorab noch ein paar Grundinfos für die kommende Woche.

Podcast 0237 – Mission erfüllt

 

Der neue Kanzler

Dr. Angela Merkel - Foto: Florian Gaertner Dr. Peter Tauber - Foto: Tobias Koch

Dr. Angela Merkel - Foto: Florian Gaertner
Dr. Peter Tauber - Foto: Tobias Koch

 

Ausgangspunkt 2010/ 2011: Mittels Krise wird die lose EU in ein Diktat der Vereinigte Staaten von Europa verwandelt. Heute 2016: Die EU - ein Trümmerhaufen ihrer selbst. Dazwischen: Die europäische Gestaltungsmacht Deutschland. Wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat, muß weiter die Tagesschau beklatschen oder "alternative" Blogs verkonsumieren.


Den Ist-Zustand der europäischen Union im Jahre 2016 mit der Formulierung: nur noch ein Haufen Gerümpel, zu beschreiben, mag noch geschmeichelt sein. Dabei ist es keine persönliche Wertung, lediglich ein Abgleich der selbst ernannten Ziele und Visionen mit dem was heute auf dem Tisch liegt. Zahlreich waren die Lichter am Ende des Tunnels, zahlreich ebenso die durchschrittenen Talsohlen.

Das die Tiefe der Zerrüttung nicht nur in 6 Jahren Dauerkrise begründet liegt, wissen wir, haben wir auch zu genüge behandelt. Das die Dramatik des Zerfalls einem gewissen Drehbuch, einer Regieanweisung folgt, die selbst einen Jean Claude Juncker am Ende dazu bringt, zu sagen: „Europa wird und darf nie zu einem Einheitsstaat werden“, überrascht uns nicht.

Das die EU ohne die führende Rolle von Deutschland und der Handschrift von Dr. Angela Merkel ganz anders aussehen würde, ist unstrittig. Doch was folgt, wenn die eine Fachkraft mit Promotion über Zerfallsprozesse ihr Projekt abgeschlossen hat? Ganz einfach, ein neuer Spezialist muß übernehmen.

Ein Ausschnitt des Podcastes ist auch für Gastzugänge verfügbar.