Die FED hat gesprochen

 

Und die Zinsen gehen rauf!
Respekt Frau Yellen. Nicht nur ein wenig Kosmetik. Nein, der ganze Target-Rate Korridor wandert ein Stockwerk höher.


Eine Kurz-Info jetzt [22:20 MEZ] zum Stand der Dinge.

Hat jemand daran gezweifelt?

 

Der Wettlauf um höhere Zinsen kommt!
Was folgt nach einer jahrelangen Übertreibungsphase in der man sich gegenseitig mit Währungsabwertung nebst Null- und Minus-Zinsen überboten hat? Logisch: die Ausgleichsphase mit Aufwertung und steigenden Zinsen!


Nur das mit dem Timing ist so eine Sache. Fakt ist, dass der Startschuss zu diesem Wettlauf schon vor längerer Zeit gefallen ist. Also keineswegs jetzt am 14.12.2016 fallen könnte. Das Einläuten eines Zinsanstiegskampfes per anstehendem Federal Reserve Meeting wäre nach jetzigem Zustand mit einer Ziehung der Lottozahlen gleichzusetzen, bei der man schon vor Wochen und Monaten allen Mitspielern die noch zu ziehenden Gewinnzahlen mitgeteilt hat.

Ungeachtet dieser einfachen Logik, sitzen derzeit gefühlte 99,9% des Finanzmarktgeschwels freudig mit ihrem Lottoschein vor dem Fernseher und warten nur noch darauf, dass am 14.12.2016 die Glücksfee Yellen den Hauptgewinn bestätigt.

Klingt widersprüchlich? Keineswegs, es bleibt halt eine Frage des Timings. Und genau das, hat man auch in Japan erkannt - zumindest offiziell seit Sonntag.

Historischer Wochenstart voraus

 

Und alles hängt an Italien
Damit könnten die Bedingungen zur analytischen Vorschau nicht schlechter sein. Österreich, welches sich zu dem Termin gleich mit dazu stellt, ist dagegen einfach.


Am Wochenende das entscheidene Referendum der Regierung Renzi, ob Italiens politische Architektur zukünftig ohne "Bundesrat" funktionieren soll oder nicht. Das Ergebnis wird genau in den Handelsstart der kommenden Woche reinplatzen - na prost Mahlzeit.

Gleichzeitig die erneute Wahl in Österreich. Es wird halt solange gewählt, bis Norbert Hofer im Amt ist. Auch hier das Ergebnis pünktlich zum Handelsstart.

Die Kurse am Finanzmarkt derweil an schon bekannten ganz entscheidenden Marken und Kursbereichen angekommen. US Dollar Index bei 100.80 ist nur eine davon.

Turnover oder Wasserfall

 

Entweder es steigt jetzt oder es fällt [inklusive Gewinnspiel mit Aha-Effekt]
Super, spitze, das sind doch die prognostischen Aussagen mit denen man arbeiten kann... Das aktuell mal wieder alles am US Dollar hängt, haben wir im letzten Podcast rausgearbeitet. Der Freitagsschluss brachte noch keine Klarheit.


Dollar, Bonds, Gold, Indien und natürlich Aktien, es gibt viele Felder, die jetzt auf eine Entscheidung pochen oder meinen eine Entscheidung herbeiführen zu müssen.

Eine Entscheidung ist an diesem Wochenende zumindest offiziell schon gefallen: Dr. Angela Merkel tritt noch einmal an.

Da 99,9% der Weltbevölkerung insbesondere US-verhaftete Finanzmarktakteure ein weiteres Wirken der deutschen Kanzlerin fälschlicher Weise mit einem Fortbestand der Währung Euro verbinden, erhält zumindest der Währungskandidat etwas mentalen Rückenwind zum Wochenstart.

Was auch gleich bleibt, ist die alte Mär von "aber diesmal ist alles anders". Nein, ist es nicht! Das einzigste was konstant bleibt, ist die mediale Augenwischerei, die zum einen betrieben wird, der man zum anderen unterliegt und die zuweilen auch selbst generiert wird. Und schon sind wir bei Indien.

Rot für Metall und Old Master für Indizes

Vielleicht ist es nichts, aber...
Rot steht diesmal nicht für Alarmstufe, sondern für einen Indikator. Und da gibts jetzt gleich 2.


Als Ergänzung zum gestrigen Update. Und passend zum Zeitpunkt des Artikel Schreibens reagiert der eine Indikator fleißig und zieht den Rest gleich mit, passt.

Und schon wieder: Bond, Shares plus Commodities

 

Eine Schmauchspur macht noch keine Patrone
Na was für ein Wochenschluss nach dieser US-Wahl. Nicht nur bei Aktien- und Bondhaltern ging das Emotionsbarometer nach oben. Am Freitag traf es dann die Rohstoffklasse.


Um gute Schlussfolgerungen aus analytischen Betrachtungen zu ziehen, muß man die eigene Wunschvorstellung einer Idealwelt zurück schrauben. Es geht ja nicht darum, zu ergründen was schön wäre, sondern um das Verstehen, was eigentlich ist. Was man dann findet, muß einem nicht gefallen. In der Regel hat man schon genug damit zu tun, einfach zu aktzeptieren, was man erkennt. Sicherlich sind hier Entscheidungen und Verhalten von Federal Reserve, EZB oder bundesdeutschem Kanzleramt beredete Beispiele. Entscheidungen dieser Ebenen passen selten in das eigene Idealbild und genau hier muß die gute Analyse versuchen, zur Logik-Ebene dessen vorzudringen, was einem selbst komplett fremd und uneigen wäre.

Ein wesentliches Merkmal, ob dieser Versuch geglückt ist, zeigt sich daran, wenn sich möglichst viele verschiedene Faktoren über eine Logik-Ebene zusammenfügen. Richtige Gewissheit kommt aber immer erst im Nachhinein, wenn Logik zur Prognose führt und diese sich dann bewahrheitet.

An der Stelle mal herzlichen Dank für die Zuschriften zur erfolgreichen Trump-Prognose. Es wird alles gelesen, auch wenn es nicht immer beantwortet werden kann.

Hin und wieder passiert es aber, dass man feststellt, das der Prozess des Erkennens noch nicht beendet ist, so wie bei diesem Wochenschluss.

It`s done!!

Herzlichen Glückwunsch und Danke Amerika.
Ja, es ist wahr: Donald Trump ist zum 45. Präsidenten gewählt worden. Eindeutig und in einem atemberaubenden Durchmarsch.


Alles weitere zur Wahlentscheidung und wie es mit den Landkarten nun weiter geht, gibts dann morgen Abend im Podcast (so die Planung), poltern inklusive.

 

Blutdruck bestimmt den Kurs

 

Tag der Entscheidung
Noch einmal schlafen, dann sollte er kommen, der Mann mit der roten Mütze. 4 weitere Jahre im Geiste einer Obama-Administration mit einer Riege Kalter Krieger im Background ist unhaltbar. Und so schaut es auf dem Globus auch aus, als wenn in den vergangenen 8 Jahren vergreiste Ideologen versucht hätten, nochmals den großen Wurf zu landen.



Medial laufen die Keifermaschinen natürlich auf Hochtouren. Und es ist nur bezeichnend für diese Epoche, dass ausgerechnet Autoren und Kommentatoren sich anmaßen über die Hintergründe zur US Wahl und wie dieses Land, seine Bevölkerung und sein politisches System funktioniert zu berichten, die Brzezinski für ein neues Multikulti-Trendgebäck halten.

Auch bezeichnend, dass man sich hier zu Lande lieber eine Killary Clinton wünscht, nur weil man Donald Trumps Frisur nicht als ästhetisch empfindet. Selbstreflektion vor dem eigenen Spiegelbild tut not.

Man stelle sich mal vor, der bundesdeutsche Außenminister würde zur Umgehung der parlamentarischen Kontrolle und nachrichtendienstlichen Sicherheit seine berufliche Kommunikation privat über einen im eigenen Keller zusammengewerkelten Aldi-Rechner betreiben. Zugang zu politischen Entscheidungsträgern über Spendenannahmen anbieten und verkaufen. Von den mysteriösen Toten, die es gewagt hatten, Killarys Krankenakte zu veröffentlichen oder der lybischen Kriegsentscheidung ganz zu schweigen. Zustände wie zu Zeiten des Absolutismus? Besser trifft es Faschismus 2.0.

Zur Erbauung, ein Sieg von Clinton spucken die Chart-EKGs irgendwie nicht aus. Muß aber gestehen, dass ich persönlich noch keinen Fahrplan entwickelt habe, wie es im Falle einer Niederlage von Trump weitergeht. Fakt ist nur eines, nach der US Wahl wird die EU wieder mit all ihren Hässlichkeiten im Fokus stehen.

War was?

Entscheidung gefallen
Die US Zinsen bleiben unverändert - wie überraschend. Man möchte weitere Datenreihen abwarten. Na wenigstens bleibt uns heute die nervtötende Pressekonferenz erspart.


Das mit den Zinsen ist schnell abgefrühstückt. Ein Gedankengang zum Lieblingsthema Aktie gibts dennoch mit dazu.

Fehler in der Matrix

 

Oder, mit französischem Blatt spielt man kein Skat

usdindex-real

Im Titelbild seht ihr den realen US Dollar. Dir gehen grad nur Fragezeichen auf - kein Problem. Dir gehen gerade nur Fragezeichen auf, obwohl du dich schon dein Leben lang mit Märkten, Währungen und dem Wesen und dem Sein des Fiat-Money-System beschäftigt hast?  Der Wechsel zu einem anderen Betätigungsfeld wäre nicht die verkehrteste Entscheidung.

In den Kurven sieht man nichts geringeres als des Pudels Kern. Die wahre und unverfälschte Story des Fiat Money.  Die HKL, die Hauptkampflinie, die Front an der es heiß hergehen wird, wenn bei der Wahl die Trump-Card gezogen wird. Und wahrhaft jemand Präsident wird, der nicht zu den käuflichen Lakaien der etablierten Politik-Kaste gehört - so er denn wirklich frei von diesem Makel ist.

Aber, die Umgestaltung des Globus kennt mehrere Fronten, nicht so schwerwiegend wie gezeigte und damit sind wir dann genau bei dem französischem Skatblatt. Und bei den Metallen - dem Fehler in der Matrix.

Bonds oder Shares

 

Entscheidung gefallen?
Also wenn sie schon gefallen ist, dann aber noch nicht einheitlich. Zumindest scheint die Deutschland AG im Vergleich zu anderen irgendetwas sehr richtig zu machen. Eine der kürzesten EZB Sitzungen tut ihr übriges.


Bleibt weiterhin zu klären, warum der Drahtseilakt über der Klippe des Finanzmarktes immer in den Herbstmonaten stattfinden muß? Die Begründung - so spekulativ wie simpel zu gleich: Am Ende des Jahres 'navt' halt jeder für sich allein.

Das herbstliche Wechselspiel zwischen Finanzierungswährungen, investierbaren Assets und Staatsfinanzierungen bleibt uns noch erhalten, wahrscheinlich bis zum 08. November 2016.  

Pfund um Pfund um Pfund

 

Einmal ist kein mal
Die Sache mit dem Britischen Pfund ist derzeit keine leichte. Aber wir wollen ja wissen und nicht nur glauben und schon gar nicht einfach nur Räuberpistolen wiederkäuen, die auf der Treppe zur Waschküche des Finanzmarktes liegen geblieben sind.


Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ist nicht nur erfüllender. Zusätzlicher Bonus winkt, wenn Erkanntes und Festgestelltes dann auch noch durch 2 getrennte Quellen nicht nur bestätigt, sondern auch noch mit zusätzlichen Informationen unterfüttert wird.

Der Umstand bringt es nun mehr zwingend mit sich, sich zumindest mal mit der kurzfristigen Situation im Britischen Pfund auseinander zu setzen.

Nicht ganz ohne Bedeutung ist dabei das Thema Deutsche Bank und London. Und wenn dies selbst für das Kanzleramt ein Thema ist, dann sollte es hier an dieser Stelle allemal besprochen werden.

 

Monat der Uneinigkeit

 

Shares, Bonds, Rates
Unser Mantra, entweder Gelder aus Aktien in Anleihen umlenken oder aus Anleihen in Aktien ist in diesem Herbst zumindest indirekt bestätigt.  Da man sich weder für das eine noch das andere Opferlamm hat entscheiden können, sinkt halt alles.


Und das große Bild ist mit hinter uns liegendem Wochenschluss alles andere als erbaulich.

Auch in kurzer Zukunft ist für die Beilegung von Uneinigkeiten wenig Vortrieb in Sicht. Sei es beim Thema US Rate-Hike, EZB-Programmen oder sowas althergebrachten wie Präsidentschaftswahlen.

Die Herbstmonate waren seit Beginn der Deflationsspirale schon immer heikel (Ausnahme 2015 - das systemische Risiko war wohl zu hoch). Aber 2016 ist anders. Muß es auch, wenn etwas an dem in die Jahre gekommenen Mysterium dran sein soll, dass im Jahr 2017 große Änderungen im Finanzgefüge des Globus Einzug halten sollen.

Und der jetzige großflächige Abbau von Positionen ist kein Novum des laufenden Oktober. Begonnen hat es schon am 08. September 2016, rein zufällig mit dem letzten EZB Meeting.